Catwoman trägt Tigermuster

DC Comics

Titel: The Last Angel

Autor/Zeichner: Eric Lustbader/Lee Moder

Erschienen: 1994 (One-shot)


Eine unbezahlbare Maya-Maske soll in Gotham ausgestellt werden. Weil nicht nur Mafioso Rupert Thorne und Catwoman es darauf abgesehen haben, soll Batman sie aufhalten. Doch dann wird die Mäzenin der Ausstellung ermordet, die Spur führt zunächst zu Thorne. Und Catwoman bandelt mit dem Archäologen an, der die Maske gefunden hat. Er erklärt ihr, dass es sich um die Maske eines Fledermausgottes handelt. Sie birgt eine ungeheuer böse Macht, mit der ein Priester einst sein Volk ruiniert hat.

Fledermausgott? Das erinnert Bruce an sein Erlebnis in Alaska (Batman: Shaman). Und kaum wird er der Maske habhaft, ergreift ihr Fluch auch schon Besitz von ihm. Batman wird böse, läuft Amok und fordert Menschenopfer – zuerst Selina Kyle, dann Gordon. Catwoman muss von der Gegnerin und Diebin zur Heldin werden, um Batman und die ganze Welt zu retten …

Am Ende müssen Catwoman und Batman (kein Spoiler) gemeinsam gegen den eigentlichen geheimen Drahtzieher des komplizierten Komplotts vorgehen, der all das nur geplant hat, um … äh … was genau zu erreichen? Batman zu demütigen? Na ja …

Zerbrochen an einer Männer-Welt

Das Besondere an dieser aufgeblasenen Geschichte: Catwoman trägt (ohne Erklärung) ein braun-gelbes Kostüm mit Tigerstreifen. Außerdem hat sie ihre Peitsche bondage-mäßig um den Körper geschlungen. Ein sehr kurioses und schrilles Kostüm, das so ziemlich das genaue Gegenteil ihrer bisherigen Kostüme ist, die violett, grau oder schwarz gehalten sind.

Aber hier ist Catwoman auch keine Schurkin mehr, sondern eben eine Superheldin. Passend dazu ist sie mit einem Jaguar als Sidekick unterwegs, mit dem sie nicht nur sprechen kann, sie kann ihn sogar bei einem komplexen Diebstahl einsetzen, was der alberne Höhepunkt der Geschichte ist.

Nebenbei erfahren wir in Rückblenden, dass Selika Kyles Mutter in der Psychiatrie gelandet ist. „The pressure of performing in a man’s world was too much for her. It’s driven her mad …“, sagt ihr Vater, der bedauert, keinen Sohn in die Welt gesetzt zu haben, der die Härten des Lebens erträgt. Das führte zum Bruch zwischen Selina und ihrem Vater, wobei sie sich später fragt, wen sie damit habe bestrafen wollen, und ob sie mit Batman nicht nur den Konflikt fortsetzt. Zum Schluss ist sie plötzlich mit beiden versöhnt, obwohl ihr Vater ihr keinen Grund dazu gegeben hat. Muss man das verstehen? Wenn einer schlauer ist, möge er/sie es mir erklären …

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