Batman und der Werwolf

moon of the wolf

DC Comics

Titel: Moon of the Wolf

Autor/Zeichner: Len Wein/Neal Adams

Erschienen: 1974 (Batman #255), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Wenn Batman durch Gotham patrouilliert, ist mit Überraschungen zu rechnen. Einmal kraxelt gerade ein Werwolf ein Hochhaus hoch und fällt über eine Frau her – was Werwölfe so machen. Aber nicht in Batmans Stadt! (Zumindest nicht dann, wenn der Dunkle Ritter zufällig Zeuge wird.) Batman konfrontiert den pelzigen Aggressor, der wirft die Frau aus dem Fenster, Batman springt hinterher und kann die Jungfer in Nöten rechtzeitig retten, auch wenn er sich dabei den Arm auskugelt.

Wo aber kommt dieser Werwolf her? Ein Mad Scientist hat ihn geschaffen. Nicht irgendein Mad Scientist, sondern Professor Achilles Milo. Ja, genau der Milo, der 1957 beinahe Batmans Karriere beendet hat – und das gleich zwei Mal (Batman #112/Detective Comics #247)! Milo hat einem jungen Mann namens Anthony Lupus (!) ein Serum verabreicht, das ihn zum Tier werden lässt, damit er Batman in Fetzen reißt. Er lockt Batman in eine Falle. Batman soll einen Spendenscheck abholen und wird dabei mit Gas betäubt, gefesselt und dem Werwolf zum Fraß vorgeworfen.

Doch Batman kann sich aus der Todesfalle befreien und es kommt zu einem spektakulären Kampf auf einer Baustelle. Batman rammt dem Monster eine Stahlstange in die Brust, dann schlägt dort zufällig der Blitz ein, weil solche Kämpfe schon allein wegen der Dramatik immer bei Gewitter stattfinden und von allen Göttern am meisten der Deus ex machina den Superhelden gewogen ist. Der Werwolf ist dann nicht etwa geröstet, sondern hat sich in Luft aufgelöst, taucht dann aber später in Alaska auf, wo die Gesellschaft echter Wölfe sucht.

Und wieder stellen wir fest, dass wissenschaftliches Genie nicht alles ist. Ein kluger Schurke hätte Batman einfach sofort erschossen, sobald er am Boden lag. Aber nein, man muss ja alles unnötig kompliziert machen. Schwer zu glauben, dass es diesen Bösewichten um Rache geht. Im Grunde sind alle bloß Egomanen, die der Welt zeigen können, welch genialen Erfindungen sie erschaffen können. Merke: Todesfallen sind nicht genial, sondern ziemlich dumm. Aber sie werden es wohl nie lernen. Na ja, irgendwie auch gut so, denn Batman soll uns noch lange erhalten bleiben …

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