Flash stellt Batman seine Faust vor

Batman/Flash: Der Preis

DC Comics

Titel: Heroes in Crisis – The Price and other Stories (dt. Der Preis)

Autor/Zeichner: Joshua Wiliamson/Guillem March u.a.

Erschienen: 2019 (Batman #64-65, The Flash #64-65, Green Arrow #45 and #48-50, The Flash Annual #2), Hardcover 2019; dt. Panini 2019 (nur „The Price“)


„The price of wearing these costumes is just too much!“ (Flash)

Nach den Ereignissen von Heroes in Crisis trauert Flash (Barry Allen) um Wally West. Da greift jemand das Flash Museum in Central City an – nämlich Gotham Girl. Jene unglückselige Möchtegern-Superheldin, die mit ihrem Bruder „Gotham“ einst Batman ablösen sollten, aber wegen unglücklicher Umstände ihre Kräfte nicht einsetzen können, ohne zu sterben. Jetzt dreht das Mädchen durch und Batman und Flash müssen sie davon abhalten, noch mehr Schaden anzurichten.

Batman und Flash sind ein ungleiches Team, das zuletzt in Flashpoint und The Button sehr gut funktioniert hat. In „The Price“ stimmt wieder die Chemie zwischen ihnen, sie bilden ein starkes Team. Batman fragt sich, wer wohl der bessere Detektiv von beiden ist, während Flash ihm den Rang zugesteht. Aber die Story will einfach nicht fesseln, weil Gotham Girl keine interessante Gegnerin darstellt. Auch als sie ihren toten Bruder von den Toten zurückzuholen scheint, wird nicht mehr als eine beliebige Actionsequenz daraus. Beide Probleme lösen sich von selbst, weil die Gegner an ihrer gemeinsamen Schwäche scheitern.

Erst am Ende wird es aufregend, wenn ein Streit zwischen Flash und Batman über Wallys Tod ausbricht. Während Barry Allen findet, der Preis für ihr Heldentum sei zu hoch, ist Bruce der Ansicht, dass er ein notwendiges Übel ist, damit ihre Nächsten den Preis nicht zahlen müssen. Flash ist kurz davor, Batman zu verprügeln … Dann ist die Story leider zu Ende und weist wieder zurück aufs große Ganze.

Flash vs. Batman

Flash rückt Batman zu Leibe.

Die zweite Hälfte des Bandes ist Green Arrow gewidmet. Er trauert um Roy Harper (Arsenal), der ebenfalls in Sanctuary getötet wurde. Dann muss er mit Black Canary gegen Count Vertigo kämpfen, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, um sich an Roy zu rächen. Es sind viele Seiten schwindelerregender Stadtverschiebungen nötig, um dem Schurken die Wahrheit zu stecken. Schließlich wird Black Canary darauf angesetzt, Green Arrow auszuschalten – davon handelt dann das letzte Kapitel.

Das alles ist stark erzählt, aber nötig ist es nicht unbedingt, das alles zu wissen, wenn man sich nicht besonders für Green Arrow interessiert. Vor allem das letzte Kapitel hätte man sich sparen können, weil damit eine neue Geschichte beginnt, die auch kaum etwas mit Heroes in Crisis zu tun hat. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass hier neue Leser für Green Arrow (und Flash) gewonnen werden sollen. Wer kein Sammler ist, der alles haben muss, der kann auf diesen Band sogar noch mehr verzichten als auf das Hauptevent Heroes in Crisis.

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