Joker als Held, Batman als Schurke

DC Comics

DC Comics

Titel: I, Joker

Autor/Zeichner: Bob Hall

Erschienen: 1998 (One-shot)


„Something is very wrong with my brain.“ (Joker)

In dieser Elsworlds-Zukunftsversion ist Bruce Wayne tot, sein Mythos lebt aber auf eigenständige Weise weiter: Batman ist ein anderer, ein Tyrann, der sich für Gott hält und der Blutrunst des Volkes dient, indem er Opferrituale organinisert. Einmal im Jahr werden fünf klassische Schurken (Pinguin, Riddler, Two-Face, Ra’s al Ghul und Joker) erschaffen, damit sie von selbsternannten Batmen aus dem Volk niedergemacht werden können. Wer triumphiert, darf gegen Batman antreten. Wer ihn besiegt, wird zum neuen Batman. Doch mit dem Joker stimmt etwas nicht: Er ist ein Rebell gegen die Schreckensherrschaft, der gegen seinen Willen manipuliert wurde, um die Schurkenrolle einzunehmen. Der Joker wehrt sich, wird zum Helden, der sich gegen den Schurken Batman auflehnt.

Interessanter Weise wird der Joker durch diesen Rollentausch zum Gewissen dieser Geschichte. Ihm wird bewusst, dass Batman nicht tötet, er bringt den Wandel in die Gesellschaft – als dauergrinsender Superheld mit einem weiblichen Robin an seiner Seite. Auch wenn diese Dystopie ziemlich überdreht und unsympathisch daherkommt, ist sie mit 48 Seiten genau richtig dosiert, um einmal zur Kenntnis genommen werden zu können – für alle, die den Joker mal anders erleben wollen.

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