Gothams Nächte sind langweilig

Gotham Nights #18, 15, 16 (DC Comics)

Wo haben sich Batman und Catwoman eigentlich das erste Mal kennengelernt? Auf einem Schiff, einem Dach, auf der Straße? Wir wollen das nicht weiter erörtern, denn das Tom King in seiner Batman-Serie bereits zu Genüge und darüber hinaus getan (The Wedding) und verfolgt das jetzt auf einer zwölfteiligen Spielwiese namens Batman/Catwoman. In Gotham Nights #15 wird eine neue Fassung erzählt: Bruce Wayne und Selina Kyle begegneten sich bereits als Jugendliche auf einer Polizeiwache. Der Bonzenjunge kommt schnell frei, während Selina hocken bleibt. Pech gehabt, wenn man arm ist.

Ansonsten sieht man Catwoman in der Gegenwart wieder Juwelen rauben. Man könnte meinen, sie sei darüber hinaus, aber wenn wir ehrlich sind, erwarten die Fans trotzdem das alte Spiel: Batman jagt Catwoman über die Dächer, während sie mit einem Säckchen Diamanten davonrennt. Also wird genau das geboten. Aber mit einem Twist (ACHTUNG: SPOILER!): Catwoman hat alles nur inszeniert, damit Batman ihr hilft. Hätte sie nicht einfach fragen können? Ja, aber dann – ihr ahnt es schon – wäre es nur halb so interessant. Also gar nicht.

Anekdoten aus Batmans Welt

Na ja. Ansonsten bietet Gotham Nights eine Reihe schnell verdauter Häppchen: Killer Croc bekennt sich als Monster wegen schlechter Jugenderfahrungen, der Pinguin beschäftigt Helfer in lächerlichen Pinguinkostümen, Batman verbündet sich mit Swamp Thing, um Scarecrow Angst einzujagen, die Bat-Family verhindert ein Attentat auf Bruce Wayne, Batwoman besiegt Lord Death Man mit einer Zementfalle, Batgirl schlägt sich mit dem nervigen Creeper rum (blöde Figur) und Robin (Damian Wayne) langweilt sich in der Bathöhle, während Batman dem üblichen Justice-League-Stuff nachgeht (epische Schlachten im All kämpfen und so), aber dann zieht er noch einmal mit ihm los – es ist nämlich „Take your kid to work day“.

Das alles bewegt sich auf dem Niveau durchschnittlicher Anekdoten. An einer Stelle ist Gotham Nights sogar eine regelrechte Mogelpackung: In einer Story jagt Deathstroke Jimmy Olsen durch Metropolis und wird von Supergirl aufgehalten – das hat absolut nichts mit Batman und Co. zu tun.

Einziger Lichtblick ist die Story um Two-Face, der elf Polizisten Morde anhängt und dann Commissioner Gordon trifft, der ihn nach dem Warum ausfragt. Keine Sensation, aber immerhin nicht ganz stumpfsinnig.

Nach einer Pause von fast zwei Monaten dachte ich schon, dass Gotham Nights mit Ausgabe 17 eingestellt wurde, aber am 5. Oktober ist dann wieder eine erschienen. Man hätte die Serie nicht vermisst.

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