Paul Jenkins

Legends of the Dark Knight: Steps

DC Comics

Autor/Zeichner: Paul Jenkins/Sean Phillips

Erschienen: 1997 (Legends of the Dark Knight #98-99)


„How come we’re so good with the obscure, when the obvious is so easy to overlook?“ (Batman)

Wie oft habe ich einen Text über Batman schon mit einem Mord begonnen. Deshalb beginne ich diesmal anders: Paul Jenkins und Sean Phillips haben zusammen bereits die äußerst düstere Two-Face-Story Jekyll & Hyde (2005) gemacht, doch bereits in den 90ern durften sie bei einem Zweiteiler für die Legends zusammenarbeiten. Two-Face kommt hier auch vor, wenn auch nur als Gast. So viel zum Intro. Aber jetzt müssen wir doch von Mord sprechen.

(mehr …)

Die dunkle Seite der Seele

DC Comics

DC Comics

Titel: Jekyll & Hyde

Autor/Zeichner: Paul Jenkins/Jae Lee, Sean Phillips

Erschienen: 2005 (Mini-Serie #1-6, Paperback 2008)


„Man is not truly one but truly two.“ (R. L. Stevenson)

Two-Face will mit einer neu entwickelten Substanz die wahre Natur der Menschen entfesseln. Offenbar besteht diese in Mordlust und Kannibalismus, denn einige Bewohner Gothams werden zu Bestien, die sich gegenseitig umbringen und sogar essen. Two-Face will nicht nur sein ursprüngliches Ich als Harvey Dent vernichten, er nimmt sogar Batman gefangen, um dessen wahre Natur Überhand nehmen zu lassen. Zugleich erfahren wir etwas über Two-Faces Motivation: während eine Seite von ihm Harvey Dent ist, ist die andere Seite eine Art Projektion seines als Kind gestorbenen Bruders Murray. Der Schurke war also immer schon in sich gespalten.

Dieses Buch sollte man nicht an einem trüben Tag lesen – und schon gar nicht wenn man schlechter Laune ist. Nicht nur, dass hier die größten Grausamkeiten dargestellt werden, es ist von den Zeichnern Jae Lee und Sean Phillips so bedrückend düster inszeniert, dass man froh ist, wenn man das Heft wieder weglegen kann. Was zurückbleibt, ist aber nicht mehr als ein mulmiges Gefühl. Denn weder Story noch einzelne Momente hinterlassen einen tieferen Eindruck. Die Story erschöpft sich in allzu vielen Rückblenden und Brutalität. Wer eine gute Two-Face-Story lesen will, ist mit The Long Halloween besser bedient.

Mehr zum Thema: