Legends of the Dark Knight: Loyalties

Cover von Jason Pearson (DC Comics)

Autor/Zeichner: John Ostrander/David Lopez

Erschienen: 2002 (Legends of the Dark Knight #159-161)


Einige Jahre nach dem Year One wird Commissioner James Gordon von einem ehemaligen Kollegen entführt. Es handelt sich um den korrupeten Cop Hatchett aus Chicago. Der will von Gordon den Namen des Zeugen, der ihm gefährlich werden könnte, um einen Mord zu ihm zurückzuführen. Hatchett lässt Gordon foltern, doch der hält dicht. Also entführt Hatchett Gordons Frau Barbara und seinen Sohn James. Er ist bereit, sie zu töten. Batman reist nach Chicago, um Gordon zu finden. Die Zeugin ist übrigens die andere Barbara, hier noch Gordons Nichte (später adoptiert), das spätere Batgirl

Dies ist weniger eine Batman- als eine James-Gordon-Story. Batman hat hier nur wenig zu tun. Zu Beginn hält er einen irren Brandstifter in einer Kirche auf, später schießt die Polizei von Chicago auf ihn, während er auf einem Motorrad über eine Klappbrücke springt, am Ende rettet er natürlich Gordon und Barbara. Das geht alles sehr einfach, die Gegner sind ja bloß einfache Menschen, weder er noch der Autor geben sich hier große Mühe.

Doch darum geht es nicht. Im Kern geht es eben um das titelgebende Thema: Loyalität. Nicht nur Gordons Treue zu seiner Familie, auch zu Batman, denn trotz ihrer verbindenden Erlebnisse in Year One und anderen Gelegenheiten, traut Gordon ihm immer noch nicht ganz. Das ändert sich hier, man wird zu Freunden.

Die Geschichte zeigt auch die beiden Frauen in Gordons Leben, wie sehr sie zu leiden haben, und man sieht auch, wie Jennifer bei einem Autounfall stirbt.

Bei den Zeichnungen darf man sich nicht von den Covern irritieren lassen, denn die stammen von einem anderen Künstler. David Lopez hat einen schlichten, cartoonhaften Stil, der eher an Marcos Martin erinnert, er zeigt Feingefühl bei der Mimik, aber ohne karikaturenhaft zu überzeichnen.

Fazit: Lesenswert für alle Gordon-Fans.

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