Legends of the Dark Knight: The Arrow and the Bat

DC Comics

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Sergio Cariello

Erschienen: 2000 (Legends of the Dark Knight #127-131), Paperback 2003 (The Ring, the Arrow and the Bat)


Green Arrow (Oliver Queen) scheint sich irgendwie unbeliebt gemacht zu haben, denn plötzlich wird von einer Reihe von Attentätern heimgesucht, die ihn alle umbringen wollen. Zuerst wird auf der Straße auf ihn geschossen, dann lauert ihm einer im Wald auf. Zum Glück stellen sich die Killer dabei nicht sehr geschickt an. Als der dritte Fremde mit Knarre in Ollies Hotelzimmer auftaucht, führt die Spur zu Bruce Wayne, doch der stellt sich blöd.

Dann kommt Batman und klärt auf: Ollies altes Unternehmen hat einst mit Waynes Unternehmen zusammengearbeitet, um ein illegales Entlaubungsmittel herzustellen. Die Diktatur Dhabar will damit ein Nachbarland angreifen. Nun soll Ollie sterben, um die Spuren zu verwischen. Nach einigen Fehlschlägen wird ein Profikiller auf ihn angesetzt, der wiederum einen Meisterbogenschützen beauftragt – weil sich das angeblich so gehört …

Duell der Bogenschützen

Und spätestens hier wird es lächerlich. Denn der angebliche Profi, der mit Pfeilen alles kann, spielt zunächst mit Ollie, gibt ihm einen ersten Schuss, statt ihn einfach umzubringen. Der Typ selbst ist eine Robin-Hood-Karikatur, die leicht mit einem Steinwurf besiegt ist. Und dann bekommt der Versager von seinem Auftraggeber auch noch eine zweite Chance …

Denny O’Neil hat einige Klassiker geschrieben, auch für Legends of the Dark Knight (Shaman, Venom, Duel, Vows), doch diese Story kann man einfach nicht ernst nehmen. Die Dialoge setzen sehr auf Humor, doch zuweilen sind sie auch ziemlich dämlich, ganz zu schweigen von der Handlung mancher Figuren, die die üblichen Klischees erfüllen. Zuerst wird alles dafür getan, um Ollie zu töten, doch wenn man die Gelegenheit hat, es zu erledigen, wird er verschont etc. Zu diesem Gesamteindruck trägt der an sich sehr dynamische Zeichenstil von Sergio Cariello bei, der viele Charaktere wie Karikaturen aussehen lässt.

Gelungen ist dagegen die Darstellung von Oliver Queens Angst: Auch wenn er stets einen flotten Spruch parat hat, lassen ihn die vielen Angriffe auf sein Leben nicht kalt – er hat Panikattacken und verliert vorübergehend seine Fähigkeit, als Bogenschütze ein Ziel zu treffen. Doch leider hat das Team-up trotz der fünf Ausgaben nicht viel Gelegenheit, sich im gemeinsamen Kampf zu entfalten. Batman ist zu viel undercover und immer Herr der Lage, Green Arrow zu viel Oliver Queen und verlässt sich zu sehr aufs Glück. Davon habe ich mir mehr versprochen.

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