Auf einen Kaffee mit Mad Hatter

DC Comics

Titel: New Gotham Vol. 2

Autor/Zeichner: Greg Rucka/Shawn Martinbrough, Rick Burchett

Erschienen: 2001-2002 (Detective Comics #755-765, Superman #168), Paperback 2018


Polizisten in Gotham begehen Raubüberfälle, darunter auch Renee Montoya. Beeinflusst werden sie durch den Mad Hatter, der verkleidet als Verkäufer mit Drogen versetzten Kaffee an die Polizei verteilt. Aber er stellt keine Forderungen. Er will bloß Chaos stiften. Und auch sonst hat der Schurke nichts Sinnvolles zu sagen.

Batman vereitelt den Plan mit Hilfe von Sasha Bordeaux, seinem neuen Sidekick. Im ersten Band von New Gotham wurde sie als Bruce Waynes Bodyguard eingeführt, im zweiten kommt sie hinter sein Geheimnis und Batman spannt sie gleich mit ein. Mehr noch: Innerhalb eines Monats trainiert er sie zur Vigilantin. Sie bekommt sogar ein Kostüm.

Darin besteht die eigentliche Handlung von New Gotham. Aber sie überzeugt nicht. Schon als Bodyguard nervte Sasha, auch später wird sie weder interessanter noch sympathischer. Dass Batman sie einspannt und dass sie das mitmacht, wirkt unglaubwürdig. Batman behandelt sie (wie immer) wie Dreck, aber sie lässt alles über sich ergehen. Außerdem wird sie noch eifersüchtig, als Bruce wieder mit Vesper Fairchild anbandelt.

In einer zweiteiligen Story bricht Batman mit Lois Lane ins Weiße Haus ein, um von Luthors Kryptonitring zu stehlen, und Superman interveniert. Das ist auch schon das einzige Highlight des Bandes. Der Rest besteht bloß aus Kurzgeschichten über den Alltag in Gotham: Batman kämpft gegen Kleinganoven, James Gordon geht (nach einem Attentat auf ihn) in Ruhestand, die Polizei bekommt einen neuen Commissioner, es wird intern wegen Mordverdacht ermittelt, Bullock hört auf, Sawyer kommt, und Sidekick Sasha trifft auf Huntress.

Das sind Geschichten, die man als Hinführung auf die Storyline Bruce Wayne: Murderer? lesen kann, aber nicht muss. Freunde von Gotham Central könnten ihre Freude daran haben. Allerdings ist der Band (wie schon in Teil 1) meist sperrig gezeichnet und zweifarbig koloriert, was bei Superman sehr bemüht wirkt, allein die Seiten von Rick Burchett (Batman Adventures) bilden eine angenehme Ausnahme.

>> Liste der Mad Hatter-Comics

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