Pinguins erster Coup

DC Comics

DC Comics

Titel: One of the Most Perfect Frame-Ups

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1941 (Detective Comics #58)


„I’m afraid you’d never appreciate the beauty of a successful robbery!“ (Pinguin)

Bevor der Pinguin zu einem Herrscher der Unterwelt wird, einem Gangster, der illegale Geschäfte unter dem Deckmantel des Legalen macht, ist er zunächst ein Dieb, der für andere Aufträge ausführt. Allerdings ein sehr geschickter. Von Anfang an hat er schon alle seine Attribute, die ihn so klassisch machen: Zylinder, Mononkel, Zigarettenspitze und eine Vorliebe für Edelsteine und vor allem Regenschirme aller Art. Einer hat einen Dolch versteckt, ein anderer Betäubungsgas, ein anderer spritzt Säure. Obwohl körperlich unterlegen, bleibt der kleine dicke Mann für Batman eine Herausforderung.

In seiner ersten Geschichte erfahren wir nicht, woher er kommt, aber dafür geht es um Kunst: Bruce und Dick besuchen gerade eine Kunstausstelung, Dick stellt sich wie ein Banause an und macht sich bei einem Künstler unbeliebt, da kommt ein kleiner dicker Mann mit Zylinder herein, ähnlich einer Pinguin-Plastik, die zufällig in der Ausstellung steht. Kurz darauf ist ein teures Gemälde verschwunden. Die Besucher müssen daraufhin die Taschen leer machen, auch der Pinguin, aber auch er kommt davon. Denn er hat das Gemälde aus dem Rahmen genommen und in seinem Schirm versteckt.

Pinguin (DC Comics)

Pinguin (DC Comics)

Ziemlich ausgebufft, der Kleine. Als nächstes raubt er einen Diamanten. Wie schon beim ersten Mal handelt er ihm Auftrag für einen Gangsterboss. Aber als ein Streit um ihre Anteile ausbricht, knallt der Pinguin seinen Auftraggeber mit seinem Schirm ab und übernimmt seine Bande und setzt seinen Raubzug fort. Beim nächsten Fall kann zwar Batman intervenieren (dabei zerstört er ein Gemälde), indem er es zwei Handlangern über den Kopf schlägt, aber er wird vom Pinguin überwältigt und (wegen einer vagen Behauptung) von der Polizei gefangen genommen. Doch kurz darauf lässt der Schurke Batman wieder befreien, nur um ihn selbst gefangen zu nehmen. Das hat angeblich mehrere Gründe. Nachvollziehbar sind sie nur bedingt.

Batman ruft Robin mit einer interessanten Vorrichtung herbei: einem Morsetelegrafen in seinem Schuhabsatz. Beim Endkampf kann der Schurke entkommen, indem er auf einen fahrenden Zug springt. Er soll demnächst noch öfter wieder auftauchen. Drei Jahre später wird er mit dem Joker gemeinsame Sache machen.

Lesetipp: Penguin – Pain and Prejudice

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