Deutscher Titel: Dunkler als der Tod
Autor/Zeichner: Bruce Jones/Ariel Olivetti
Erschienen: 2006 (Batman: Legends of the Dark Knight #207-211), dt. Panini 2007 (Batman Sonderband #12)
Stromausfall in Gotham. Nicht, dass es für die Story wichtig wäre. Es deutet nur das Leitmotiv an: Es geht düster zu, düsterer als der Tod … Bruce Wayne wird von einem gewissen Charles Billingsworth eingeladen, um die Verlobung seines Sohnes Conrad mit Jane Rutledge zu feiern. Dabei lernt Bruce Janes Schwester Lilith kennen und bandelt sofort mit ihr an. Am nächsten Morgen ist Jane verschwunden – entführt. Dann bekommt Lilith einen abgetrennten Finger per Post mit der Forderung nach einer Million Dollar Lösegeld. Und dann verschwindet auch noch Miriam, die Tochter des Butlers von Billingsworth.
Batman durchforstet die Unterwelt: Zunächst beim Pinguin, der führt ihn zu Greasy Lee, einem extrem fettleibigen Sumo-Ringer, der eine Fettspur hinter sich herzieht, und dann kämpft er noch gegen eine Tiki-Tänzerin mit einer Vorliebe für Giftschlangen. Währenddessen gerät auch Lilith in Gefahr …
Darker than Death ist eine verwickelte Detektiv-Story in bester Noir-Tradition, wäre da nicht die zuweilen pathetische Erzählstimme. Für Batman wird die Schnitzeljagd persönlich, er lässt sich vom schönen Schein täuschen. Scheinbar, denn am Ende stellt sich heraus, dass er schon lange Herr der Lage ist. Batman wirkt wie der stoische Held, der höchstens körperlich von seinen Gegnern verletzbar ist. Am Ende verantwortet er auch noch einen Tod, was allein beim Leser einen bitteren Nachgeschmack zurücklässt.
Dazu sieht das alles auch sehr seltsam aus. Ariel Olivetti (Superman and Batman versus Aliens and Predator, 2007)zeichnet seine Figuren einerseits hyperrealistisch, andererseits spart er es sich häufig, Hintergründe zu zeichnen, sondern fügt bloß überarbeitete Fotografien mit teilweise kitschigen Farben und computergenerierten Effekten ein. Dadurch bekommt die Optik einen stark künstlichen Charakter á la Uncanny Valley, was zuweilen an gruselige Computer-Experimente wie Digital Justice (1990) oder Batman #663 (2007) erinnert.
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