Titel: Superman/Gen 13
Autor/Zeichner: Adam Hughes/Lee Bermejo
Erschienen: 2000 (Miniserie #1-3), Paperback 2001
Die fünf jungen Superhelden von Gen 13 besuchen Metropolis – die langweiligste Stadt der Welt. Denn da passiert so gut wie nichts, außer hin und wieder eine Alien Invasion, aber sonst kaum aufregender als Smallville. Nur eine aus dem Team ist aufgeregt: Caitlin Fairchild. Sie ist von klein auf ein großer Superman-Fan. Und kaum sind die Jugendlichen angekommen, sehen sie auch schon wie Superman einen Riesengorilla-Cyborg vermöbelt und helfen ihm dabei. Superman prallt zufällig in Fairchild hinein, sie bleibt zwar unverletzt, verliert aber ihr Gedächtnis. Superman legt sein Cape über die Frau, die er fast zermalmt hätte, und macht sich davon. Kurz darauf ist auch sie verschwunden. Während die anderen von Gen 13 sie suchen, legt sich Fairchild ein Supergirl-Kostüm zu und spielt die Heldin – was aber oft mehr Schaden anrichtet.
Gen 13 stammt aus dem Wildstorm-Universum und viel mehr weiß man auch nach der Lektüre dieses Crossovers nicht über die Truppe. Hier erscheint sie als unmotivierter Haufen von Teenagern, die zwar für alles bloß einen herablassenden Spruch übrig haben, aber sonst keinen Plan von der Welt. Damit läuft dieses Crossover anders ab als die üblichen. Es gibt keinen Kampf der Helden, um sich dann gegen einen gemeinsamen Feind zusammenzuraufen. Die beiden Superschurken sind bloß Beiwerk. Hier sehen wir nur, wie Gen 13 planlos nach Fairchild sucht, dabei Hilfe von Lois Lane, Jimmy Olsen und Clark Kent bekommen (die offenbar alle nichts Besseres zu tun haben) und mit Superman die Schäden beheben, die ihre Kollegin anrichtet. Die Situationen lassen einen ein wenig schmunzeln wie manch ironische Dialogzeile, aber sonst wird bloß viel geredet, wenig gehandelt und bleibt am Ende ziemlich trivial. Selbst beim Meinungsaustausch mit Superman kommt nicht mehr bei rum als die üblichen Klischees, warum er so ein Pfadfinder sein muss etc. Auch als dann das wahre Supergirl auftaucht, wird es nicht besser, denn die Konfrontation zwischen dem Original und der „Fälschung“ besteht nur aus einem kurzen Schlag, der die Amnesie wieder heilt – ganz wie im Cartoon.
Das Einzige, das diesen Dreiteiler lesenswert macht, sind die Zeichnungen des damals noch jungen Lee Bermejo (Lex Luthor, Joker, Batman: Noel, Batman: Damed).
