Zurück zu Kingdom Come

DC Comics

Titel: Return to Kingdom Come (dt. Die Rückkehr nach Kingdom Come)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Dan Mora

Erschienen: 2024 (Batman/Superman: World’s Finest #20-24), Hardcover/Paperback 2024; dt. Panini 2024


Beim Joggen durchs Multiversum findet Flash den verschollenen Teenager-Helden Boy Thunder (David Sikela). Der ist in einem Paralleluniversum gelandet, Earth-22, genauer gesagt: der Elseworld von Kingdom Come! Batman und Superman düsen hin, um ihn zu holen. David ist gereift und nennt sich Thunderman, leider ist er auch verbittert, skrupellos und hegt einen Hass auf die ihm bekannten Versionen von Superman und Batman. Statt die Vorwürfe auszudiskutieren, wird er handgreiflich. Dann hetzt er auch noch die älteren Versionen World’s Finest dieser Welt auf sie, die auch zuerst schlagen statt zu fragen. Es kommt (gewissermaßen) zum Kampf der Generationen …

Sollte man Kingdom Come umschreiben?

Kingdom Come (1996) ist ein Klassiker, der so gut ist, dass man ihn besser nicht anrührt. Aber da Mark Waid die Story damals geschrieben hat, darf er das. Außerdem hat er das bereits 1998 getan, mit der Miniserie The Kingdom, wenn auch leider nicht mit Alex Ross. Und ohne dessen epischen, hyperrealistischen Gemälde ist diese Welt einfach nicht mehr so reizvoll wie in ihrer ursprünglichen Form. Dan Mora ist ein hervorragender Zeichner, der diese Serie eigentlich trägt, aber eben auch weit von Ross entfernt. Dafür verneigt er sich tief vor seinem Meister und zitiert in in sklavischer Ergebenheit, sodass wir teilweise ganze Doppelseiten nachgezeichnet bekommen. Das Zitaterecycling geht also fleißig weiter in weiteren epischen Schlachten und haufenweise Helden in Wimmelbildern, doch die meisten davon haben hier keine Funktion.

SPOILER VORAUS!

Hier erfahren wir (für alle, die das interessiert), wie Thunderman vom Gott Gog zum Schurken Magog gemacht wird. Gog will einen Kampf mit Apokolips heraufbeschwören. Leider schreibt damit Mark Waid aber seine eigene Geschichte um. Nachdem die Missverständnisse zwischen den Helden bereinigt sind, taucht dann aber Darkseid auf, nur um unbesiegbar zu erscheinen und dann kampflos wieder abzuziehen. Aber das Entscheidende ist Magogs Handlung: Er tötet den Mörder Gog, nur um dann selbst zum Mörder zu werden. Das mögen Bats und Supes gar nicht und sind schwer enttäuscht, aber am Ende ist alles vergeben und vergessen.

Aber wer ein Freund von Parallelwelten-Crossovern ist und die Serie bis hierher mochte, wird auch daran seine Freude haben.

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