Ehre für Amerikas größten Helden

DC Comics

Titel: The Superman Super-Spectacular!

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Curt Swan

Erschienen: 1964 (Action Comics #309), Hardcover 2018 (Action Comics: 80 Years of Superman)


Superman tut dem US-Präsidenten einen Gefallen, indem er eine Raketenspitze aus dem Ozean fischt (tierfreundlich). Dann wird er noch um ein paar andere gebeten. Und weil er gerade keine Superschurken bekämpfen muss und auch als Clark Kent offenbar nicht bei der Arbeit vermisst wird, weist er niemanden ab. Superman kann einfach nicht nein sagen. (Außer zu Krieg, Drogen und Sex natürlich.) Aber wenn man Superman ist, dann kriegt man alles irgendwie hin.

Doch dahinter steckt ein Plan: Supermans Freunde veranstalten eine Fernsehshow, in der sie dem Mann aus Stahl Tribut zollen – Amerikas größtem Helden. Alle, die für ihn einst wichtig waren und noch sind, kommen vorbei und singen ihr Loblied: Lois, Lana, Lori, Perry, Jimmy, Batman, Robin und alle Supertiere – auch Clark Kent wird erwartet. Dabei will Lois Lane die Gelegenheit nutzen, um endlich ihren Verdacht zu erhärten, dass Clark Superman ist. Denn sollte Superman einen Roboter schicken, der ihm die Hand schüttelt, schlägt Lois‘ Detektor an. Superman will sogar Batman mit seiner Super-Bauchredner-Fähigkeit zur Hilfe rufen. Aber es kommt wie immer alles ganz anders als man denkt.

ACHTUNG: SPOILER!

Am Ende taucht tatsächlich ein Clark Kent auf. Und es ist kein Roboter. Es ist – US-Präsident John F. Kennedy höchstpersönlich! Der wird zwar im ganzen Heft nicht explizit beim Namen genannt, sieht aber so aus wie er. Das ist doppelt bemerkenswert, denn als das Heft erschien im Februar 1964, als Kennedy bereits drei Monate tot war. Die Story spielt also in einer nicht allzuweit entfernten Vergangenheit und wird damit mehr zu einer Ehrbekundung an den ermordeten Kennedy als an Superman. Das Land ist in Trauer – und hat Heldenverehrung offenbar bitter nötig.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kennedy in einem Superman-Comic vorkommt (das war in Superman’s Girlfriend, Lois Lane #25, 1961) – und es ist auch nicht das letzte Mal. In Superman’s Pal, Jimmy Olsen #89 (1965) geht es sogar explizit um dessen Tod.

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