Mister Freeze und die Eisfee

DC Comics

Titel: Snow (dt. Schnee)

Autor/Zeichner: Dan Curtis Johnson, J.H. Williams III/Seth Fisher

Erschienen: 2005 (Legends of the Dark Knight #192-196), Paperback 2007; dt. Panini 2006 (Paperback)


„Why is the Bat fighting me? I’m not his enemy … they are. Those criminals … and murderers.“ (Victor Fries)

Victor Fries hat zwei Probleme: Der Wissenschaftler soll eine Waffe bauen, will aber nicht. Außerdem hat er eine kranke Frau. Es sieht nicht gut für sie aus. Also nimmt er die Medizin in die eigene Hand und will sie mittels seiner Maschine, die keine Waffe sein soll, heilen. Das geht schief. Die Frau erfriert im Eisklotz. Daraufhin versucht er, ihr in den Tod zu folgen. Aber weil sie ihm in einer Vision als eine Art Eisfee erscheint, wird er lieber zu Mister Freeze und kämpft gegen seine ehemaligen Kollegen, um zu verhindern, dass die Waffe wieder gebaut und verkauft wird.

In der Zwischenzeit hat Batman andere Sorgen: Er verfolgt einen Gauner namens Peter Scotta Und weil die Polizei ihm dabei nicht helfen will und er alleine nicht klarkommt, stellt er ein Team von No-Name-Outsidern zusammen, um den Mann zu kriegen. Zunächst läuft alles glatt, doch dann tanzt einer aus der Reihe und ruiniert auch die Ermittlungen der Polizei. Schließlich geht Fries gegen Scotta vor, weil dieser Interesse an der Waffe hat. Fries will also keine Rache. Er will der Held sein, der Schlimmeres zu verhindern versucht. Tragischerweise ist er verblendet, er hat den Sinn für die Realität verloren.

Was an dieser Neufassung von Freeze’s Origin am meisten auffällt, ist ein ungewöhnlicher Zeichenstil, der sich nur schwer einordnen lässt. Einerseits sind die Linien sehr präzise, klar und so streng, dass es den Figuren an Leben fehlt, andererseits gibt es immer wieder Ausfälle ins Karikaturenhafte. Da erscheinen schon mal Köpfe gestaucht untereinander wie in einem Totempfahl oder es kommt auch schon mal Rauch aus den Ohren des wütenden James Gordon. Batman wirkt alles andere als heldenhaft, eher wie ein unbeholfener Trampel, ohne Grazie und Würde. Man gewinnt zuweilen den Eindruck, das Ganze könnte eine Parodie sein, wenn die Story nicht so bierernst wäre. (Und so langweilig.)

Insgesamt ist Snow eine eigenartig unentschlossene Angelegenheit, die versucht, ins Altbekannte neue Aspekte hineinzubringen, aber dann doch zum Status quo zurückkehrt. Und diesen Kalauer kann ich mir nicht verkneifen: Diese Geschichte lässt einen ziemlich kalt.

>> Liste der Mister Freeze-Comics

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