Finstere Aussichten für Robin

Titel: Robin 3000

Autor/Zeichner: Byron Preiss/P. Craig Russell

Erschienen: 1992 (Mini-Serie #1-2), Paperback 2016 (Elseworlds: Batman Vol. 1)


„It is time for Robin to return.“ (Robin)

„blah! blah! blah!“

Was wäre eine Zukunft ohne Batman, aber mit einem Robin? Ziemlich düster. Zu Beginn des vierten Jahrtausends (also um 3000) beherrschen böse Aliens, die Skulp, die Erde. Batman wird als Bruce Wayne XX. entlarvt und kurz darauf getötet. Dessen Neffe Tom Wayne wird gefangen genommen und flieht in die Tiefen des Weltalls, verliert dabei eine Hand und bekommt eine Prothese voller nützlicher Gadgets. In der Zwischenzeit setzen die Schurken mit Androiden, die aussehen wie Tom, für ihre Propaganda ein und korrumpieren weiterhin den Ruf der Waynes. Doch Batman hat einen Ass im Ärmel: einen Robin-Roboter. Demnach gibt es also zwei Wunderknaben, die im Geiste Batmans weitermachen. Tom Wayne schließt sich einer Widerstandsbewegung an, um sich von den Unterdrückern zu befreien.

Bei manchen Elseworlds-Storys muss man sich fragen: Was hat sich DC dabei bloß gedacht? Robin 3000 ist so eine Geschichte. Denn eigentlich hat sie mit Batman und Robin nicht viel zu tun. Es könnte eine gewöhnliche Science Fiction-Story sein, wenn nicht die Namen der Figuren wären (ja, es gibt auch eine Katzenlady namens Selina Kyle – so what?). Der echte Robin ist als solcher kaum zu erkennen, er trägt weder Kostüm noch Maske, der Robo-Robin hat wiederum keine Seele und erfüllt keinen anderen Zweck, als am Ende dem Helden bloß sein Kostüm zu übergeben. Hier könnte die Story beginnen, aber hier ist Schluss.

Nichts an der Handlung ist der Rede wert, es gibt keinen Grund für die Existenz dieser Comics – und schon gar nicht für zwei Teile, die dazu führen, dass man sich durch fast 100 Seiten durchquälen muss. Auch wegen der grausigen Optik: lieblose Zeichnungen mit ausdrucksarmen Figuren und detailarmen Hintergründen, zugekleistert mit widerwärtig grellen Gelb-, Orange-, Rot- und Rosa-Tönen. Es wirkt, als hätte eigentlich niemand Lust auf diesen Job gehabt.

Robin 3000 ist nichts als billiger Groschenroman-Trash. Nichts rechtfertigt, warum man so einen Schund in einer Elseworlds-Anthologie nachdrucken sollte.

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