In der Zukunft nichts Neues

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Beyond 2.0 – Rewired

Autor/Zeichner: Kyle Higgins/Thony Silas

Erschienen: 2013-2014 (Batman Beyond Universe #1-8, Paperback 2014)


„He’s a dishonor to the mantle. At best, an imitation. Just a kid in over his head.“

Zunächst die schlechte Nachricht. Wir lernen, dass es in der Zukunft immer noch auf Papier gedruckte Zeitungen und Ölbohrplattformen gibt. Keine besonders guten Aussichten. Es passt in die Welt von Batman Beyond, in der deprimierenderweise alles beim Alten bleibt: Gotham ist ein Hort der kriminellen Freaks, ein Batman wird immer nötig sein. Gut für die Leser? Leider nicht. Denn die schlechtere Nachricht lautet: Auch der Autorenwechsel und das Label „2.0“ machen die Comic-Fortsetzung der Animationsserie nicht viel unterhaltsamer.

Der Bürgermeister wird ermordet, die Insassen des Arkham Institute werden freigelassen. Verantwortlich ist ein neuer Schurke: Rewire, ein Typ, der Strom kontrollieren kann und – Spoiler egal – der Sohn des Bürgermeisters ist. Man kann es sich leicht denken. Es ist immer der Typ mit dem komischen Haarschnitt, der etwas abseits steht. Seine Motivation bleibt schwammig. Rewire macht gemeinsame Sache mit Inque, Shriek und Spellbinder. Letzterem ist der Höhepunkt der Story zu verdanken: Terry muss gegen die alten Helden antreten – Batman, Nightwing, Batgirl, Robin – aber sie sind bloß eine Illusion. Bemerkenswert ist ansonsten, dass der alte Dick Grayson zum neuen Mentor für Terry wird und ihn ermahnt, sich nicht zu einem zweiten Bruce zu entwickeln. So kommt es, dass sie gemeinsam den Schurken besiegen.

In der zweiten Story verbündet sich Terry wieder mit Bruce, um Man-Bat aufzuhalten. Ja, Kirk Langstrom lebt immer noch. Er ist in seiner Form als Fledermaus gefangen, trägt Bart, hat eine neue Lebensgefährtin und einen Kult um sich geschart. Jetzt erpresst er die Stadt. Wen es interessiert, kann erfahren, welche Tragödien ihm zu dem gemacht haben, was er ist. Die Geschichte verläuft formelhaft und ohne Überraschungen. Einzig die Sequenzen, die die Beziehung zwischen Dick Grayson und Barbara Gordon vertiefen, sind ganz nett geraten.

Bei dieser Einfallslosigkeit kann einem die Lust nicht nur auf die potenziell interessante Welt von Batman Beyond vergehen, sondern auf Superhelden-Comics insgesamt.

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