Joe Quesada

Knightfall #2: Sword of Azrael

DC Comics

Knightfall dreht sich um drei zentrale Figuren: Den Helden Batman (Bruce Wayne), den Schurken Bane und Batmans Nachfolger, Jean-Paul Valley. Die Figur wird noch vor Bane eingeführt: in der vierteiligen Mini-Serie Sword of Azrael (1992-1993).

Azrael ist zunächst ein Typ in einer aufgemotzten Ritterrüstung, der mit brennendem Schwert das Werk eines Racheengels auszuführen versucht. Als Anhänger eines mysteriösen Geheimbundes ehemaliger Kreuzritter (St. Dumas) will er den Verräter Carlton LeHah bestrafen, doch stirbt selbst dabei. Er kann sich gerade noch zu seinem Sohn schleppen, Jean-Paul Valley, und ihm noch genug sagen, um sein Erbe anzutreten. Jean-Paul fliegt in die Schweiz und erfährt, dass er schon als Kind indoktriniert wurde, um ein neuer Racheengel zu werden. Batman reist hinterher, Carlton LeHah hat dreht durch, hält sich für einen Diener des Dämons Biis und beginnt damit, ein Ordensmitglied nach dem anderen zu töten.

Der neue Azrael kämpft zwar zunächst gegen Batman, dann aber verbünden sie sich, um LeHah aufzuhalten – bis Batman vom Schurken entführt wird, um Bruce Wayne von seinem Vermögen zu erleichtern. Er wird gefoltert und unter Drogen gesetzt, aber Batman bleibt bis zuletzt hart. Schon vorher tritt Batman großkotzig auf, haut einen markigen Spruch nach dem anderen raus. Damit fällt er zwar etwas aus der Rolle, aber immerhin sorgt er für ein paar Schmunzler.

Jean-Paul Valley ist ein verwirrter junger Mann, der zunächst nicht weiß, wie ihm geschieht, dann eine wundersame Wandlung zum willenlosen Racheengel macht, sobald er seine Maske überzieht, und sich rücksichtslos nur um Rache kümmert. Am Ende aber gewinnt doch seine menschliche Seite und er rettet Batman.

Dennis O’Neil erzählt eine rasante, actionreiche und spannende Geschichte, Zeichner Joe Quesada inszeniert die Story mit einem präzisen Stil und ausdrucksstarken Figuren. Um die Figur Azrael/Jean-Paul Valley besser zu verstehen, sollte man dieses Vorspiel zu Knightfall nicht auslassen. Nach der Lektüre bleiben nur zwei Fragen offen: Wozu braucht Azrael ein Feuerschwert und was sind das für seltsame Streifen, die von seinen Schultern abstehen? Wahrscheinlich gibt es dafür nur eine Antwort: Weil es cool aussieht.

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