Batman und Metamorpho in The Brave and the Bold

DC Comics

Batman und Metamorpho sind ein sehr ungleiches Paar: Der Mann, der sich in ziemlich jedes Element in jeder Form verwandeln kann, hat ziemlich wenig mit dem Dunklen Ritter gemeinsam. Dennoch kam es zu mehreren Begegnungen. Der auch „Element Man“ (Rex Mason) genannte Superheld wurde erst 1965 in The Brave and the Bold #57 eingeführt, erfunden von Bob Haney und Ramona Fradon. Bereits ein Jahr später, in Ausgabe #68 (1966) traf er erstmals auf Batman. Als müsste sich dieser seinem Partner anpassen, macht Batman hier ebenfalls eine wilde Metamorphose mit chemischen Superkräften durch.

Zuerst wird er von Riddler, Pinguin und Joker durch die Stadt gejagt und einem Gas ausgesetzt, das Batman in ein riesiges Ungeheuer verwandelt, den Bat-Hulk. Dieser ist nicht nur groß, stark und unverwundbar, er kann auch mit seinen Händen alles schmelzen, was er berührt und sich auch in alle möglichen Aggregatzustände verwandeln. Doch der Zustand ist nicht von Dauer.

Zurück in seiner ursprünglichen Form sucht Batman Rex Mason bei dessen Auftraggeber und Gegner (es ist kompliziert) Simon Stagg  auf, damit Rex ihm hilft. Doch dann verwandelt sich Batman plötzlich wieder in den Hulk und wehrt sich: Er löst ein Netz aus Magnesium auf und formt einen zweiten Metamorpho mit seinen Händen, der Rex niederringt. (Der Bat-Hulk scheint alles tun zu können, was die Fantasie des Autors zulässt.)

Bat-Hulk sucht dann Joker, Pinguin und Riddler auf, um mit ihnen gemeinsam Verbrechen zu begehen. Kurz darauf rauben sie mit der Flying Batcave eine Bank aus. Es kommt zum Kampf mit Rex, Bat-Hulk quetscht ihn aus und lässt ihn schmelzen. Es kommt zum Showdown auf einer Turmuhr. Das Ende: Bat-Hulk wird vom Blitz getroffen – und der beendet auch weitere Metamorphosen. Mal wieder zeigt sich: Der Deus Ex Machina ist eine ziemlich öde Lösung. Lieber hätte man gesehen, wie Rex das selbst geschafft hätte.

Attentat auf Sapphire Stagg

Beim zweiten Mal (The Brave and the Bold #101, 1972) ermittelt Batman in einem Mordfall, der zunächst aussehen soll wie ein Suizid. Schnell steht er fest, dass noch fünf weitere auf der Todesliste stehen, darunter Bruce Wayne und Sapphire Stagg, Rex Masons Herzensdame. Der Killer: ein Einarmiger mit dem nicht allzu kreativen Namen „Bounty Hunter“. Vater Simon wird von Batman gewarnt und sperrt sie zu Hause ein, sie aber bricht heimlich aus, um beim illegalen Glücksspiel Geld zu gewinnen, das sie nicht braucht.

Dann wird sie vom Bounty Hunter fast umgebracht, Rex kann sie gerade noch vor einer Bombe retten, da braust sie weiter und genießt den „heavy kick“. Dann will sie ein altes Anwesen kaufen – genauso wie Bruce Wayne. Beide tauchen dort auf, zusammen mit dem Killer! Einer der beiden Erben des Anwesens will alle potenziellen Käufer eliminieren, weil er sich nicht vom Haus der Familie trennen will. Batman kann den Killer stoppen, aber nicht von der Flucht abhalten, weil dieser Sapphire als Geisel nimmt. Als der Bounty Hunter sie aus dem fahrenden Auto wirft, kann Rex sie auffangen. Und Sapphire? Die will immer noch das Anwesen kaufen. Rex sollte seine Partnerwahl noch mal überdenken …

Batman, Metamorpho und Plastic Man

DC Comics

In The Brave and the Bold #123 (1975) treffen die beiden Helden auf einen weiteren Formwandler: Plastic Man. Der macht gerade eine Krise durch und lebt auf der Straße, als ihn Batman bittet, ihn mal eine Weile in der Rolle zu vertreten. Plas nimmt die Aufgabe an und nimmt sie etwas zu ernst, als Commissioner Gordon ihn darum bittet, Bruce Wayne festzunehmen, weil der – mal wieder – wegen Mordes gesucht wird. Natürlich ist an dem Verdacht nichts dran, trotzdem erfüllt Plastic Man alias Batman seine Aufgabe. Bruce Wayne landet im Knast und wird von Metamorpho befreit, der sich als dessen Anwalt ausgibt.

Hinter dem Fall steckt eine Intrige der Millionärin Ruby Rider, mit der Plastic Man mal kurz zusammen war (B&B #95). Bruce Wayne hat sie nämlich beim Kauf des Neji-Totems vom afrikanischen Kahari-Stamm überboten, den sie selbst haben will. Der Stamm hätte das Heiligtum aber gern zurück, weil er sonst Not leidet. Batman und Metamorpho suchen dann Plastic Man, Metamorpho gibt sich als Neji-Totem aus und nimmt heimlich Rubys Bekenntnis auf Kassette auf, weil Schurkinnen einfach zu gerne Selbstgespräche führen, in denen sie all ihre Pläne ausplaudern. Doch Rex fliegt auf, weil er von Rubys Zigarrenrauch husten muss.

Daraufhin kommt es zum Kampf der Formwandler: Plas wickelt seine Arme wie Tentakeln um Rex, Rex verwandelt sich in reinen Sauerstoff, Plas saugt ihn auf und wird zum Ballon, Rex wird zur Riesennadel und lässt Plas platzen – dann wirft Plas die Kassette mit dem Geständnis aus dem Fenster und Rex schnappt sie sich, indem er seine Hand zum Baseballhandschuh formt und als Sprungfeder wieder zurückgehüpft kommt.

Ruby schießt dann noch auf Plastic Man – weiß der Geier, was das soll. Dann bekommt sie, was sie verdient, Plastic Man kommt wieder zu Vernunft, als er einsieht, dass er von seiner vermeintlichen Liebe erneut benutzt worden ist, und die Statue kehrt zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurück.

Metamorpho als Goldkuriert

Apropos Liebe! In unserem vierten Abenteuer (The Pathway of Doom, The Brave and the Bold #154, 1979) beauftragt Sapphire Stagg Batman, um den verschwundenen Geliebten zu suchen. Rex hat ihr zwar ziemlich klar gesagt, dass er die Schnauze voll von ihr und ihrem Vater hat und für immer abhaut, aber sie macht sich Sorgen, ihm könnte was Schlimmes zugestoßen sein. Batman wendet ein, dass das ganz sicher der Fall ist: In einen wandelnden Chemiekasten verwandelt zu werden, sei ziemlich furchtbar. Doch immerhin sei er dadurch unverwundbar …

Wie dem auch sei: Ein Scheck über eine Million Dollar für wohltätige Zwecke überzeugt Batman, den Auftrag anzunehmen. Er findet heraus, dass Rex Rennen gefahren ist, dann fliegt er nach Frankreich, bekommt einen Käselaib geschenkt und fängt damit den Giftpfeil eines Attentäters (Achilles) ab. Schließlich findet Batman den Element Man in der Türkei, wo dieser naiverweise als Lastwagenfahrer Kurier spielt, ohne zu wissen, was er über die Grenze transportiert.

Erst durch Batman findet er heraus: Es handelt sich um Gold, das als Opfer für ein Bergteufel, einem Monster, dargebracht wird. Das Monster aber ist fake, das Gold wird eingeschmolzen und nach Frankreich verkauft. Metamorpho ist ganz verblüfft: Wäre er erwischt worden, hätte man ihn für 1000 Jahre ins Gefängnis gesperrt. Äh, nein, ich denke, ein Mann, der sich als Gas verflüchtigen kann, hat nichts zu befürchten …

Im Jahr 1983 bildet Batman mit Metamorpho und anderen die Outsiders, aber das ist eine andere Geschichte. Nächstes Mal schauen wir uns an, was der Element Man in World’s Finest getrieben hat.

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