Autor/Zeichner: Tom Peyer/Tony Harris
Erschienen: 2003 (Legends of the Dark Knight #169-171)
Der 18-jährige Frank Sharp hat ein Problem und eine Gabe. Zum einen hat er seit der Geburt ein asymmetrisches, deformiertes Gesicht, er ist also kein schöner Anblick. Zum anderen kann man ihm nicht mehr widerstehen, sobald er einem die Hand schüttelt. Nachdem ihn sein Vater aus dem Haus wirft, beginnt er damit, die Stadt zu übernehmen. Er zwingt Menschen seinen Willen auf, bereichert sich, bringt sie dazu, schlimme Dinge zu tun, er kontrolliert den Bürgermeister und später auch den Pinguin. Doch dann begegnet er Batman und fühlt sich sofort durchschaut. Daraufhin beschließt Frank, dessen Hand zu schütteln …
Batmans Schurken sind immer wieder Entstellte: Clayface, Two-Face, False Face, Dr. No-Face usw. Frank Sharp ist ein weiterer, jedoch ohne „Face“ im Namen und ohne Kostüm, eher eine Art moderner Killgrave (Purple Man) bei Daredevil. Dieser Schurke ist schwerlich so zu bemitleiden, wie er es selbst tut, seine Skrupellosigkeit macht ihn durchweg unsympathisch. Er sieht sich als Opfer der Umstände und wird auch so inszeniert, als könnte er gar nicht anders als böse zu sein. Selbst sein bester Freund, der ihm immer treu ist, ist ihm egal. Man kann es kaum erwarten, bis er festgenommen wird.
Batman kann ihm zunächst widerstehen, dann aber fällt er ihm als Bruce Wayne zum Opfer und stürzt sich von einem Hochhaus in die Tiefe. Wie er überlebt? Mit einem Gürtel an einem Fahnenmast. Ein Wunder, dass es ihm nicht die Arme abreißt. (Und da behaupten manche immer noch, Batman habe keine Superkräfte!) Die Arme braucht er nämlich noch, denn am Ende fängt er Frank einfach mit dem Bat-Seil ein und reicht ihm freiwillig die Hand, bis dieser vor dem kalten Blick in die kalten, weißen Augen einknickt. Immerhin steht am Ende nicht der Tod für den Gescheiterten, sondern eine Versöhnung mit den Eltern. Aber bei diesem Fiesling ist es einem ziemlich egal.
Gezeichnet wird die Story von Tony Harris, dessen Arbeit hier aber leider nicht so glänzt wie in dem ziemlich genial illustrierten Zweiteiler JSA: Liberty File, was vielleicht auch daran liegt, dass hier nicht Ray Snyder als Tuscher am Werk ist.
