Lex Luthor auf der Spur

DC Comics

Titel: Lex Luthor: The Unauthorized Biography (dt. Die unautorisierte Biographie)

Autor/Zeichner: James D. Hudnall/Eduardo Barreto

Erschienen: 1989 (One-shot), Paperback 2018 (Superman: President Luthor); dt. Hethke 1990 (Superman Album 2)


Clark Kent sitzt in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Mord am Reporterkollegen Peter Sands. Der hat zuletzt über Lex Luthors Leben recherchiert, um eine unautorisierte Biographie zu schreiebn. Sands hat für Aufsehen gesorgt und einige dunkle Geheimnisse aufgedeckt, etwa dass Luthor seine Eltern ermordet hat und es aussehen ließ wie ein Unfall. Sands ersuchte Clark Kent um Hilfe – kurz darauf wurde er ermordet.

Was für ein ungewöhnlicher Comic. Erzählton und Ästhetik erinnern in Hardboiled-Manier eher an Batman: Year One als an Superman, überhaupt gibt es hier gar keinen Superman – man sieht ihn nur in einem Panel als verwischten rot-blauen Strich in der Ferne. Sonst ist das hier eher eine reine Clark-Kent-Story, wobei eigentlich Peter Sands der Held ist, ein abgehalfterter Autor, der pleite ist und jeden Job macht, um über die Runden zu kommen, aber dann doch als Reporter Idealist genug ist, um sein Leben zu riskieren.

Ansonsten gibt es hier keine bunten Farben, keine Superschurken, epischen Schlachten, keine Science-Fiction oder Magie. Allein das aufwendig gemalte Cover zeigt uns bereits, dass hier viel Aufwand betrieben wird, um etwas ganz anderes zu leisten. Zwar keine Experimente, aber dafür eine handwerklich gut erzählte Geschichte. Und Luthor? Der bleibt trotz aller Enthüllungen der übermächtige Mann im Schatten.

Übrigens: Das Cover spielt an auf das nur zwei Jahre zuvor erschienene Buch von Donald Trump: The Art of the Deal (dt. Die Kunst des Erfolges). Lex Luthor wurde jedoch schon 2001 US-Präsident.

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