Titel: Riddles in the Dark
Autor/Zeichner: Cary Burkett/Don Newton
Erschienen: 1980 (Detective Comics #493), Hardcover 2011 (Tales of the Batman: Don Newton)
Auf einer Patrouille bei Nacht erwischt Batman einen Safeknacker in einem Haus. Doch der angeblich beste Detektiv der Welt erkennt nicht, dass dieser sich gar nicht rührt. Erst als er ihn stellen will, merkt er, dass es sich um eine Puppe handelt. Statt eines Gesichts trägt sie ein Fragezeichen, darunter ein Rätsel: „Why is a cook’s brain pan like an overwound clock?“ Klar ist erstmal nur, wer dahinter steckt …
Batman grübelt und grübelt und hat keine Ahnung, wie die Antwort auf die Frage lautet. Da klärt ihn Alfred auf: Das Rätsel stammt aus einer Operette von Gilbert und Sullivan und hat gar keine Lösung. Der Hinweis aber reicht, um dem Riddler zum Flughafen zu folgen. Batman verpasst ihn nur knapp, kann ihn aber mit einem Tracer orten. Der Riddler lässt zur Sicherheit noch ein Rätsel zurück. Ums kurz zu machen: Die Spur führt nach Texas.
Batman trifft Swashbuckler
Dort trifft Batman auf einen neuen rotmaskierten Helden: Swashbuckler, Neffe des legendären Vigilanten „Vigilante“. Dumme Decknamen liegen anscheinend in der Familie. Trotz vereinter Kräfte lassen sie den Riddler entkommen. Und wieder. Und wieder. Beim letzten Mal wird Batman von einem Giftpfeil getroffen, der ihn zu seinem Glück und zu Riddlers Bedauern nicht umbringt. Warum der Schurke kein stärkeres Gift nimmt oder Batman daraufhin umbringt, sondern abhaut, bleibt das größte Rätsel.
Die Helden denken derweil über den Hinweis nach, wer ein größerer Riddler als der Riddler sein könnte. Handelt es sich um eine Anspielung auf ein Rätsel-Pferd oder eine goldene Sphinx-Statue? Beides ist möglich! Tatsächlich will der Riddler die Helden nur verwirren, denn er verfolgt eine dritte Option: den Ölmillionär Noone zu entführen und Lösegeld zu verlangen. Doch das hat Batman längst durchschaut und sich als Noone maskiert. Wie er drauf kam? Den Namen „Noone“ kann man als „no one“ lesen – damit will uns der Riddler sagen, niemand sei besser als er. Niemand außer Batman natürlich.
Ach ja, und den Swashbuckler sehen wir nie wieder. Niemand hat ihn wohl je vermisst.
Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie traditionell und altbacken das Bronze Age war. Diese Story hätte aus den 40ern stammen können. Nur die Zeichnungen von Don Newton lassen sie nicht nur modern, sondern auch zeitlos genial erscheinen.

