Titel: The Darkness/Superman
Autor/Zeichner: Ron Marz/Tyler Kirkham
Erschienen: 2005 (Miniserie #1-2), Paperback 2007 (DC/Top Cow: Crossover Classics); dt. Infinity Verlag 2005
Jackie Estacado will sein Verbrecherimperium nach Metropolis verlagern. Das gefällt dem derzeitigen Herrscher der Unterwelt, Robert „Bobby G“ Grasso, gar nicht und jagt Metallo (John Corben) auf die Bande. Doch Jackie ist kein gewöhnlicher Gangster: Er ist der Träger des Darkness, was ihm Superkräfte aus einer anderen Dimension verleiht. Außerdem verfügt er über eine kleine Dämonenarmee, die Darklings. So kann er Corben verjagen, aber es beginnt ein Bandenkrieg. Superman gefällt das gar nicht. Er fordert Jackie auf, das Weite zu suchen. Da kommt es zum Kampf, aber nur kurz, denn Metallo, der Mann mit dem Kryptonitherzen, nimmt Lois Lane als Geisel …
Nach dem Crossover The Darkness/Batman (1999) musste es auch eines mit Superman geben. Das erste war schon großer, aber spaßiger Unsinn, dieses hier ist nicht viel intelligenter, macht aber nicht mehr so großen Spaß, der Humor fehlt, aber ernst kann man es trotzdem nicht nehmen. Superman ist durch das Kryptonit zu geschwächt zum Kämpfen, Bobby G ist für The Darkness kein ernstzunehmender Gegner, Metallo ist schnell von den Darklings auseinandergenommen, am Ende gibt es noch den obligatorischen Kampf mit Superman auf fünf Seiten. Als Höhepunkt sehen wir ein riesiges Monster auf einer Doppelseite, bis der Held es von innen zerfetzt.
Klar: Von Crossovern wie diesem kann man nicht mehr als Schauwerte erwarten. Und die bekommt man dank der prachtvollen, detailreichen Zeichnungen von Jim Lee – pardon – Tyler Kirkham, aber der glatte wie flotte Stil könnte derselbe sein, wie auch bei Marc Silvestri im ersten Teil. Superman wirkt gewaltig. Und so kann er den lästigen Störenfried schnell wieder vom Hof jagen und die Ordnung wiederherstellen.
