Batwoman gegen Urban Legends

DC Comics

Titel: Batwoman Vol. 2: To Drown the World (dt. Ertrinkende Welt)

Autor/Zeichner: J.H. Williams III, W. Haden Blackman/Amy Reeder, Trevor McCarthy, Rob Hunter

Erschienen: 2012 (Batwoman #6–11), Hardcover 2013, Omnibus 2021; dt. Panini 2013


Nach den Ereignissen in Band 1 (Hydrology) arbeitet Batwoman (Kate Kane) nun für die US-Regierung, genauer gesagt das Department of Extranormal Operations (D.E.O.), für das sie die kriminelle Organisation Medusa ausschalten soll. Diese entführt Kinder und steckt hinter dem Bandenkrieg, der in wahres Monstergemetzel ausgeartet ist, sie befiehlt eine Gruppe von Urban Legends, den Wassergeist Weeping Woman, Bloody Mary, einem stark mutierten Killer Croc und Hook, dem Mann mit Hakenhand, der Kates Cousine Bette (Flamebird) ins Krankenhaus gebracht hat.

Während Bette im Koma liegt und mit dem Tod kämpft (begleitet von ihrem Onkel/Kates Vater Jacob), muss Batwoman nicht nur Schurken besiegen, sondern auch als Kate ihre Beziehung mit Detective Maggie Sawyer regeln, denn die weiß nicht, wer sich hinter der Maske verbirgt.

Viele Monster, wenig Spannung

Im zweiten Band zeichnet Ko-Autor J.H. Williams leider nur die Cover. Die Seiten atmen dennoch seinen Geist, bleiben sich zumindest in Sachen Layouts treu, und die Gastzeichner sind solide Vertretungen, wenn auch deutlich konventioneller und weniger verspielt im Stil. Anfangs wird ziemlich viel Platz mit großen Panels über Doppelseiten geschunden.

Ansonsten irritieren und nerven die zahlreichen Zeitsprünge, die nur die Vorgeschichte zum Finale nachreichen und die (wie so oft) über die unterm Strich ziemlich simple Story hinwegtäuschen sollen. Spannung kommt selten auf. Im Grunde hat es Batwoman dank Supertechnik ziemlich leicht gegen ihre Gegner – zu leicht. Die Schurken bleiben einem ziemlich egal, auch weil man (noch) nicht ihre Motivation begreift. Am Ende agiert die Heldin unverständlich, wenn sie die Kinder durch ihren Idealismus gefährdet und Agentin Chase in die Quere kommt.

Auch wenn man hier viele Monster und Action und Drama bekommt, wirkt Batwoman doch nur wie Durchschnittsware. Im nächsten Teil trifft sie auf Wonder Woman – und dann ist wieder J.H. Williams dran, der sein Projekt hoffentlich wieder in höhere Sphären befördert.

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