TV-Serie

Pinguins perfider Plan

Pinguin heckt was aus. (Bilder: Warner Bros.)

Titel: Fine Feathered Finks/The Penguin’s a Jinx

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (Batman S01E03-04)


„I have great faith in our prison system.“ (Batman)

Da verstehe einer mal das US-Rechtssystem: Kurz vor seiner Entlassung aus dem Knast heckt der Pinguin wieder was aus, eine Überwachungskamera hält das Ganze fest, und trotzdem kommt er frei. Es spielt nicht einmal eine Rolle, dass er die Kamera zerstört, bevor er den ganzen Plan verrät. Der Plan bleibt undurchsichtig: Zunächst lässt er Gratis-Regenschirme verteilen, die im Juweliergeschäft Chaos stiften, doch bis auf die zivile Ordnung kommt dabei nichts abhanden. Denn der Pinguin hat eine viel tückischere Idee: Er macht Batman unwissentlich zu einem Komplizen. Indem Batman versucht, Pinguins nächsten Coup zu deduzieren, liefert er damit erst den Plan dafür.

Die Vernunft könnte sich jetzt fragen, welchen Sinn das Verbrechen macht, wenn Batman und Robin da erst recht vorbereitet auftauchen. Oder sie könnte fragen, warum man nicht einfach die Polizei in Pinguins Schirmfabrik vorbeischickt, spätestens nachdem Bruce Wayne dort fast bei lebendigem Leibe verbrannt worden wäre. Oder warum Bruce nicht gleich vom Fließband rollt, das in den Ofen führt, sondern dafür ein explodierendes Feuerzeug braucht. Oder warum trägt der Pinguin eine schwarze Augenmaske, wenn er Verbrechen begeht? Aber wir sind hier nicht im Reich der Vernunft. Hier herrscht nur der sinnfreie Spieltrieb.

Batman, Robin und der Batbrella

Der Pinguin belauscht das Dynamische Duo dank eines verwanzten Regenschirms, der in der Bathöhle untersucht wird. Batman und Robin sinnieren über einen bunten Schirm: Grün könnte für Geld oder Smaragde stehen. Aber was ist mit den anderen Farben? Könnten die für Juwelen stehen? Oder sogar für einen juwelenbesetzten Meteoriten? Aber nein: Ein Blick in die Museumspläne verrät, dass der Ort einbruchssicher ist. Also zurück zum „Bat-brella“. Der Hinweis muss in den Farben liegen. Schön seien sie, sagt Robin, „like a beautiful dawn“. Da fällt Batman etwas ein: Die schöne Schauspielerin Dawn Robbins ist gerade in der Stadt (als Bruce Wayne weiß man sowas), spielt im Film „The Mockingbird„, produziert von Ward Eagle und wohnt im Pelican Arms Hotel. Einzig möglicher Schluss: Der Pinguin will sie entführen!

Beautiful Dawn …

Batman hat natürlich einen Lageplan im Bat-Computer, auf dem er sieht, wie man da am besten einbricht. Gesagt, getan. Was nun, die Polizei verständigen?, fragt Robin. Nein, er habe mit dem Pinguin noch eine Rechnung offen, sagt Batman und kümmert sich selbst darum. Doch trotz der Batzooka glückt die Entführung dank Magneten, mit denen Batman und Robin festgehalten werden. Wieder könnte man beim Pinguin vorbeischauen und ihn einfach verhaften. Aber dann gäbe es kein Finale in Wayne Manor, wo Batman und Robin in Ritterrüstungen warten …

Batzooka im Einsatz

Trotz allem Schwachsinn enthält die Folge auch ein wenig Sozialkritik: Die schöne Dawn, die gerade für das Funboy Magazine fotografiert wird, fühlt sich nicht nur gelangweilt, sondern mehr wie eine Ware denn als ein Mensch behandelt. Als sie auf Batman trifft, den sie nicht kennt, will sie ihn zunächst in ihre Welt hineinziehen: „Could you use some publicity?“ – „Forget it!“, sagt ihr Manager. „Batman never lends himself to commercial enterprises.“ In der deutschen Synchronisation heißt es: „Batman gibt sich niemals kommerziellen Abenteuern hin.“ In den Untertiteln: „Batman lässt sich niemals kommerzialisieren.“ Doch in jeder Fassung schweigt Batman dazu. Wir wissen es besser. Und die Batmania, die die Serie auslöste, beweist das Gegenteil.

Pinguin betäubt Ritter

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Riddler reitet Batman rein

Titel: Hi Diddle Riddle/Smack in the Middle (dt. Rätselhafter Rätselkönig)

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (Batman S01E01-02)


„I shouldn’t wish to attract attention.“ (Batman)

Auf der Weltausstellung in Gotham wird im Moldawischen Pavillon ein Anschlag verübt: Beim Anschneiden einer Torte explodiert sie und gibt ein Rätsel frei. Die Polizei ist ratlos, versucht es nicht einmal, wahrscheinlich haben die Gesetzeshüter Angst, weil ihnen die Sache zu heikel ist. Dahinter steckt nämlich der Riddler. Commissioner Gordon greift sofort zum roten Telefon, das unter einer Glasglocke steht. Am anderen Ende geht Alfred ran und sagt Bruce Wayne Bescheid. Der stürzt sich daraufhin mit seinem Mündel Dick Grayson ins Abenteuer.

Das rote Telefon unter einer Käseglocke.

Ein versteckter Schalter in einer Shakespeare-Büste, eine Bücherwand offenbart zwei Stangen, die abwärts führen. Unten kommen sie verkleidet als Batman und Robin in der Bathöhle an, weiter geht es im atombetriebenen Batmobil zum Polizeihauptquartier. Nachdem sie das erste Rätsel gelöst haben, fahren sie zur Peale Kunstgallerie. Statt da die Treppe zu nehmen, klettern sie eine Wand hoch, schneiden ein Fenstergitter mit einem winzigen Laserstrahl auf, doch statt es auf die Straße zu werfen und Menschenleben zu gefährden, hängen sie es an einen Bathaken.

Bruce wälzt Bücher

Doch der Riddler legt sie rein: Was aussieht wie ein Überfall, ist nur ein Trick, um Batman verklagen zu können. Auf eine Million Dollar. Bruce Wayne studiert jedes Gesetzbuch aus seines Vaters Bibliothek, aber er sieht keinen anderen Ausweg, als sich zu stellen. Dass niemand seine wahre Identität kennt, dass er deswegen eine Maske trägt, scheint ihm nicht einzufallen. Aber Batman ist hier kein Vigilant, er erhebt sich nicht über dem Gesetz, sondern spielt nach den Regeln, (selbst das Batmobil hat ein Nummernschild, fragt sich nur, auf wen es registriert ist), er übernimmt Verantwortung, stellt sich seiner Pflicht – auch wenn es das Ende von Batman bedeutet.

Bloß keine Aufmerksamkeit erregen, Batman!

Doch zum Verfahren kommt es nicht, die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung. Der Riddler lockt Batman in eine Falle. In einem Club bestellt sich Batman einen frisch gepressten Orangensaft und lässt sich auf einen Batusi mit einer unbekannten Schönen namens Molly ein. Nach ein paar Takten fällt er um – wegen Drogen im Saft. Robin sieht sich das Geschehen auf einem Monitor Batmobil an, weil er als Minderjähriger nicht in den Club gelassen wurde. Woher die Überwachungskameras kommen, bleibt ein Rätsel. Bevor Robin zu Hilfe eilen kann, entführt ihn der Riddler. Nur das Batmobil widersetzt sich seiner Zerstörung mit einem Feuerwerk und Feuerlöschern.

Batman rockt den Batusi

Im Geheimversteck fertigt der Riddler eine Maske an, indem er einen Abdruck von Robins Gesicht macht (seltsamerweise ohne dabei Robins Maske abzunehmen), die schöne Molly zieht sie sich über und will Batman täuschen – aber da hat sie sich getäuscht. Kaum ist sie mit Batman in der Bathöhle, richtet sie eine Waffe auf ihn, da hat Batman das Spiel längst durchschaut. Molly stirbt einen sinnlosen Tod im Atomreaktor der Höhle.

Am Ende schließt sich der Kreis auf der Weltausstellung: Die Moldawier stellen ihr berühmtes ausgestopftes Mammut vor, das mit Edelsteinen verstehen und mit Briefmarken gefüllt ist (warum Briefmarken?). An besondere Sicherheitsmaßnahmen denkt auch nach dem Attentat niemand. Nachdem der Riddler die Gesellschaft mit Lachgas ausgeschaltet hat, springen Batman und Robin mit Gasmasken aus dem Bauch des trojanischen Mammuts, vermöbeln alle Schurken und der Riddler verschwindet in einer Explosion. Da er nicht vor Gericht erscheint, wird die Anklage fallengelassen.

Das erste Batman-Abenteuer der Serie steigt ohne große Erklärungen ein. Batman ist längst etabliert und bekannt, sowohl von der Polizei als auch vom Volk. Wir erfahren, dass Bruce Waynes Eltern ermordet wurden, aber warum ein junger Mann ihn begleitet, bleibt genauso unerklärt wie was wie alte Frau, Aunt Harriet, in Wayne Manor soll, vor der sich die beiden fürchten müssen, aufzufliegen. Die Zuschauer haben Batman kaum kennengelernt, schon droht alles zerstört zu werden. Kaum ist Robin eingeführt, gibt es schon einen falschen Robin, der eigentlich eine Frau ist. Wenn man bedenkt, dass in den 50ern die Comic-Autoren Batwoman und Batgirl eingeführt haben, um Batman und Robin über den Verdacht erhaben zu machen, kein schwules Pärchen zu sein, wirkt dieses Crossdressing seltsam zweideutig …

Der geheime Star der ersten zwei Folgen ist jedoch der Batarang. Der fliegt in so kuriosen Bögen, dass er jegliche physikalischen Gesetze auszuschalten scheint. Er dürfte damit das Dingsymbol für den weiteren Verlauf der Serie darstellen. Es bleibt … bizarr.

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Was bringt der Streamingdienst „DC Universe“?

Alle wollen Netflix sein. Jeder braucht jetzt einen Streaming Dienst. Diesmal ist DC schneller als Diney: Im August 2018 beginnt DC Universe in der Beta-Phase, im Herbst soll es richtig losgehen. Neben alten DC-Filmen und Serien soll es ab 2019 auch einige neue geben: Titans, Doom Patrol, Swamp Thing sowie die Zeichentrickserien Young Justice Outsiders und Harley Quinn.

Zum Altbestand gehören Spielfilme wie die ersten Batman-Filme der Ära Burton/Schumacher sowie Superman mit Christopher Reeve, TV-Serien wie Wonder Woman (1975-1979), aber auch Animationsfilme wie Batman: The Dark Knight ReturnsBatman: Gotham by Gaslight, Batman: Bad BloodJustice League: The Flashpoint Paradox, Green Lantern: First Flight und Wonder Woman. Außerdem hat DC auch die ersten zwei Staffeln von Batman: The Animated Series angekündigt.

Neben Filmen wird der Dienst auch Zugang zu ausgewählten Comics gewähren, die man auf Tablets wird lesen können, z.B. Justice League (2011), Swamp Thing (2011) von Scott Snyder und Harley Quinn (2013).

Leider wird DC Universe vorerst nur in den USA verfügbar sein, eine deutsche Version ist ungewiss.

Robin aus der Serie „Titans“

Alfred Pennyworth bekommt seine eigene TV-Serie

DC Comics

Bruce Waynes treuer Butler, Ersatzvater und Sidekick Alfred Pennyworth bekommt eine eigene TV-Serie. Wie DC bekannt gibt, soll die Produktion von „Pennyworth“ noch in diesem Jahr beginnen und die erste Folge soll im Jahr 2019 im US-Kabelsender EPIX zu sehen sein.

Die Serie wird von Bruno Heller und Danny Cannon stammen, dem Team hinter der Fox-Serie Gotham, die sich um James Gordon und den jungen Bruce Wayne dreht. Allerdings soll die Rolle von Alfred neu besetzt werden. In der kommenden Serie ist Pennyworth ein ehemaliger britischer Soldat, der eine Sicherheitsfirma gründet und mit  Thomas Wayne im London der 60er Jahre zusammenarbeitet.

Alfred hatte seinen ersten Auftritt in Batman #16 (1943). In dieser Ausgabe ist der Butler ein Hobbydetektiv, der per Zufall die Bathöhle entdeckt. Später bekam er verschiedene Talente zugeschrieben: Arzt, Schauspieler, Soldat. Im Fernsehen wurde er wunderbar britisch von Alan Napier in der 60er Jahre-Serie mit Adam West verkörpert, im Film hat er in Gestalt von Michael Caine tiefen Eindruck hinterlassen und zuletzt wurde er von Jeremy Irons mehr als Mitstreiter denn als Butler dargestellt.

Alfred ist nicht nur ein Helfer und Vaterfigur, sondern auch Batmans Bezugspunkt zur Menschlichkeit. Er ist es, der seinen besessenen Master daran erinnert, etwas zu essen und sich auszuruhen, er ist die – meist tief ironische – Stimme der Vernunft. Doch die Rolle wandelt sich immer weiter. Im vergangenen Jahr bekam Alfred viel Raum im dritten Band von Scott Snyders All-Star Batman. Dort wurde er nicht nur als junger Rebell gezeigt, sondern sogar zum eigentlichen Action-Helden, für den Batman nur der Sidekick war. Jetzt also wird er zum Haupt-Serienhelden – ohne Batman.

Während DC-Helden – bis auf Wonder Woman – im Kino kläglich versagen, erleben sie im Fernsehen derzeit eine Renaissance. Nach dem Gotham, dem „Arrowverse“, Black Lightning und Krypton, sollen in diesem Jahr die Titans ihre eigene Serie bekommen. Für nächstes Jahr sind Swamp Thing und Doom Patrol angekündigt, die exklusiv beim Streamingservice DC Universe laufen sollen.

Traumwelt mit Tücken

DC Comics

Titel: For the Man Who Has Everything (dt. Das Geschenk)

Autor/Zeichner: Alan Moore/Dave Gibbons

Erschienen: 1985 (Superman Annual #11), Paperback 2009 (Whatever Happened to the Man of Tomorrow?), Hardcover 2013 (Superman: A Celebration of 75 Years); dt. Panini 2010 (Paperback: Was wurde aus dem Mann von morgen?)


„It’s all wrong.“ (Kal-El)

Was schenkt man einem, der alles hat? Diese Frage stellt sich zu Supermans Geburtstag. Batman, Robin und Wonder Woman kommen am 29. Februar in die Festung der Einsamkeit, doch als sie Superman auffinden, steht er unter dem Einfluss einer außerirdischen Pflanze, die ihn in eine Wunschwelt versetzt – ein Geschenk von Mongul.

Während Wonder Woman sich mit dem Eindringling anlegt, versucht Batman, das Gewächs von Supermans Brust zu holen. Derweil ist Superman in Gedanken auf Krypton. Der Planet ist nicht explodiert, wie von Jor-El vorhergesagt. Kal-El arbeitet als Geologe und hat eine Familie. Doch Autor Alan Moore wäre nicht er selbst, wenn selbst diese Welt perfekt wäre: Politische Unruhen spalten die Gesellschaft, die einen fordern die Freilassung aller Gefangenen aus der Phantomzone, ein Kult, der wohl nicht zufällig an den Ku-Klux-Klan erinnert, strebt eine Rückkehr zu alten Werten an. Seine Cousine Kara fällt einem Überfall zum Opfer.

Superman ahnt, dass diese Welt nicht richtig sein kann. Und das ist bemerkenswert, dass die Wunschwelt so defizitär ist, dass sie sich selbst zerlegt. Der zynische Subtext der Story besagt: Kryptons Explosion ist das kleinere Übel, denn die Welt wäre ohnehin dem Untergang geweiht – durch seine Bevölkerung.

For the Man Who Has Everything gilt als eine der besten Superman-Storys. Und tatsächlich ist sie auch zurecht ein Klassiker. Alan Moore mischt die Continuity mit einer Art dystopischen Imaginary Story, er lässt seine Figuren menschlich erscheinen, er zeigt Sinn für Humor und am Ende bietet er eine gelungene Wendung. Einzig die Tatsache, dass Batman sich so fahrlässig an die Pflanze heranwagt, ohne vorauszusehen, dass sie auch von ihm Besitz ergreift, lässt ihn etwas naiv erscheinen. Aber dafür hat man ja Robin …

Der Comic wurde 2004 in der zweiten Folge der Animations-Serie Justice League Unlimited adaptiert. Einiges wurde verändert: Robin fehlt, aber auch die politischen Unruhen auf Krypton. In der Episode sind es Erdbeben, die den Planeten erschüttern und schließlich zur Explosion bringen, die Jor-El einst vorausgesagt hat. Was Mongul am Ende träumt, wird nur angedeutet, nicht gezeigt, wahrscheinlich um die Geschichte kinderfreundlicher zu machen. Dafür gibt es aber eine schöne Idee: Batman schenkt Superman zjm Geburtstag einfach einen Umschlag mit Geld …

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Batman, der Terminator

Batman mit Verkabelungsproblemen.

Titel: His Silicon Soul (dt. Seelen aus Silizium)

Drehbuch: Marty Isenberg, Robert N. Skir

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E62)


Als Einbrecher ein Lager für Elektroteile aufsuchen, bricht plötzlich Batman aus einer Kiste aus und überführt sie. Doch etwas stimmt nicht mit ihm: Es stellt sich heraus, dass er ein Roboter ist. Das überrascht ihn selbst. Er kommt nach Wayne Manor, er erinnert sich an seine Eltern, an Alfred, aber als Alfred die Kabel aus dessen Brust hängen sieht, ist er schockiert.

Robo-Batman erkennt seinen Vater.

Nachdem der Roboter-Batman weg ist, taucht der echte Batman auf. Seine Vermutung: der falsche Batman ist ein Duplikat aus Karl Rossums HARDAC-Fabrik – allerdings müsste sie vor Monaten zerstört sein. Rossum hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen und pflanzt jetzt Gemüse an. Als sich herausstellt, dass der böse Computer HARDAC im künstlichen Batman fortbesteht und immer noch alle Menschen durch Roboter ersetzen will, kommt es zum Unvermeidlichen: Batman kämpft gegen den Roboter-Batman.

Terminator-Batman mit Schwert.

Wie schon in der herausragenden Doppelfolge Heart of Steel spielt auch diese Episode mit dem Horror von künstlichen Lebensformen. Diesmal wird Batman zu einer Art Terminator mit roten Augen, der sich sein menschlich wirkendes Gesicht nur wie eine Gummimaske über den stählernen Schädel stülpt. Am Ende ist er nur noch halbgesichtig unterwegs. Doch er ist nicht nur ein Monster, sondern ein Wesen mit einem eigenen Bewusstsein und Gefühlen. So kommt es dazu, dass Batman sich am Ende fragt, ob diese Maschine nicht vielleicht doch eine Seele hatte …

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Der Bulle und das Spitzohr

Bullock im Visier

Titel: A Bullet for Bullock (Zahltag)

Drehbuch: Michael Reaves

Erschienen: 1995 (Batman: The Animated Series S02E02)


Jemand versucht, Harvey Bullock umzubringen. Nachdem mehrere Attentate auf ihn gescheitert sind, bittet er Batman um Hilfe – widerwillig, denn er hält bekanntlich nicht viel von dem „Spitzohr“. Batman sieht sich die Liste der Verbrecher an, die es auf Bullock abgesehen haben könnten. Es kommt zum Showdown gegen einen Drogenhändler, Batman und Bullock bilden ein gutes Team, ein ungewöhnliches dynamisches Duo. Aber am Ende ist der Übeltäter einer, mit dem man als allerletztes gerechnet hätte.

Bullock, der Detective, der laut Alfred aussieht wie ein ungemachtes Bett, wird hier seinem Ruf überaus gerecht. Wir erfahren, dass er in einem Drecksloch mit Kakerlaken wohnt und dieses auch noch mehr herunterkommen lässt. Bullock ist der Donut-essende Grobian, der zwar Batman nicht ausstehen kann, aber der selbst nicht immer nach den Regeln spielt. Allerdings ist er eine ehrliche Seele, die ihren Beruf sehr ernst nimmt. Damit ist er eigentlich vom gleichen Schlag wie Batman, auch wenn es ihm an Grazie fehlt.

Die Folge (die übrigens auf Detective Comics #651 von 1992 basiert) vereint alle guten Eigenschaften, die die Serie ausmachen: glaubhafte, lebensnahe und sympathische Charaktere, eine gute Chemie zwischen den Helden und eine interessante Story. Ganz besonders fällt die Musik auf, die ungewöhnlicherweise im Jazz-Stil gehalten ist und eine wunderbare Variation des Batman-Themas bietet. Für so eine Liebe zur Animation muss man heute schon ins Kino gehen.

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Überdosis schützt vor Rückenleiden

Fällt immer mit der Tür ins Haus: Bane.

Titel: Bane

Drehbuch: Mitch Brian

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E10)


„Er hat meinen Wagen ruiniert, Alfred. So etwas regelt man unter Freunden am besten persönlich.“ (Batman)

Ein Jahr nach dem Knightfall, als Bane Batmans Rückgrat gebrochen hat, tauchte der Schurke schon in der Zeichentrickserie Batman: The Animated Series auf. Allerdings in einer entschärften Variante und ohne weitgehende Folgen für Batman.

Ein Fall für die Vollkasko.

Bane ist hier ein Auftragskiller, der für den Gangsterboss Rupert Thorne Batman ermorden soll. Preis: fünf Millionen Dollar in Diamanten. Zunächst nimmt er sich (wie im Comic) Killer Croc vor, um zu Batman zu gelangen. Croc landet mit gebrochenem Arm und Bein im Knast. Statt daraufhin Batman anzugreifen, zerlegt Bane zunächst eigenhändig das Batmobil. Es muss ja noch spannend bleiben.

Frankensteins Supersoldat: Banes Erschaffung.

Batman findet heraus, dass Bane aus einem Gefängnis für Lebenslängliche (Pena Dura) ausgebrochen ist, wo an ihm ein Serum für Supersoldaten ausprobiert worden war.

Kann nicht gesund sein: Bane auf Droge.

Der Zweite, der mit Bane konfrontiert wird, ist Robin. Der Sidekick schlägt sich zwar zunächst ganz gut, wird aber schließlich von Bane entführt. Batman verfolgt ihn auf ein Schiff von Thorne, wo es endlich zum Zweikampf kommt. Die Bewegungen erinnern sehr an einen Wrestling-Kampf, was bei Banes Aufmachung natürlich naheliegt. Batman schießt ihn über Bord, aber der kehrt zurück.

Batman hat Rücken.

Bane ist der überlegenere Kämpfer, aber Batman weigert sich, aufzugeben. Schließlich kommt es zu der Variation der ikonischen Szene, in der Bane Batman übers Knie legt. Aber bevor Batmans Rücken Schaden nehmen kann, überlädt der Held die Venom-Zufuhr und Bane erleidet eine Überdosis. Alles noch mal gut gegangen.

Finger weg von Drogen …

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SubZero und Batman Ninja auf Blu-ray

Der Animationsfilm Batman & Mr Freeze: SubZero (dt. Eiszeit) wird laut Warner Bros. am 27. März 2018 in den USA auf Blu-ray erscheinen. Der 1998 erschienene Film ist der zweite, der sich an Batman: The Animated Series anschließt. Der erste, Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom, 1993), ist im im vergangenen Jahr auf Blu-ray herausgekommen. Eine deutsche Veröffentlichtung beider Filme ist noch nicht angekündigt. Der dritte Film, Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman), ist bereits seit Jahren auf Blu-ray verfügbar – allerdings nicht in einer deutschen Fassung.

Der 67-minütige SubZero wird als Bonus unter anderem auch die vier Mr. Freeze-Folgen aus der Serie bzw. aus dem Animated Universe enthalten: „Heart of Ice“, „Deep Freeze“, „Cold Comfort“, „Meltdown“ (Batman Beyond). Damit werden mehr als 80 Minuten geboten, die zusammen mit dem Film eine mehr als zweistündige Saga bilden. Allerdings sollen sie nur in „Standard-Auflösung“ scheinen, heißt es in der Produktbeschreibung. Das ist insofern bedauerlich, als dass in diesem Jahr, so jedenfalls die Ankündigung, die Animated Series ebenfalls auf Blu-ray erscheinen soll.

Außerdem gibt es einen Starttermin für den ersten DC-Anime: Batman Ninja soll am 8. Mai 2018 in die Läden kommen. Auch dieser Film wurde noch nicht für Deutschland angekündigt.

Justiz mit dem Holzhammer

Richter mit Hammer

Titel: Judgment Day (dt. Der Richter)

Drehbuch: Rich Fogel, Alan Burnett

Erschienen: 1999 (The New Batman Adventures S01E24)


„Ich bin das Gesetz.“ (Der Richter)

Die letzte Folge von Batman: The Animated Series (bzw. The New Batman Adventures, wie die dritte Staffel heißt) führt einen neuen Gegner ein: den Richter. Ein gesichtsloser Unbekannter mit weißer Perücke und schwarzer Robe, der andere Schurken zur Rechenschaft zieht. Der Pinguin bekommt das Schwert zu spüren, Killer Croc den Hammer, Two-Face wird zum Erstickungstod verurteilt. Zwei Mal kann Batman das Schlimmste verhindern.

Richter mit Schwert

Der Richter hat Batmans Talent, aus dem Nichts aufzutauchen (auch auf einem fahrenden Auto) und eben dorthin wieder zu verschwinden (auch von einem Brückenpfeiler aus), er bekommt das Wohlwollen eines Staatsanwalts, der die lasche Gesetzgebung kritisiert, aber konsequent ist der Vigilant nicht. Denn keiner der Verurteilten wird hingerichtet. Auch wenn Batman nicht eingreift: Der Pinguin landet nur im Krankenhaus, ähnlich glimpflich kommt der Riddler davon. Na gut, wir haben es immer noch mit einer Kinderserie zu tun. Und auch im Comic dürfen die Erzschurken nicht draufgehen – man braucht sie noch.

Die Auflösung liegt nahe, ist aber gelungen, denn hier wird ein tragischer Charakter konsequent weiterentwickelt. Da macht es auch nichts aus, dass das Richter-Konzept stark an das Phantom aus dem ersten BTAS-Film, Mask of the Phantasm, erinnert.

Two-Face in Arkham

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