Robin geht Solo

DC Comics

Titel: The Teen-Age Terrors

Zeichner: Win Mortimer

Erschienen: 1947 (Star Spangled Comics #65), Hardcover 2005 (Robin Archives Vol. 1)


Sieben Jahre nach seinem ersten Auftritt (Detective Comics #38) macht sich Robin selbstständig: in der Serie Star Spangled Comics. Schon auf dem Cover ist das symbolträchtig markiert: Hier tritt der Wunderknabe nicht nur aus Batmans Schatten, er macht sich auch los vom Dynamischen Duo. Batman taucht nur in einem Panel auf. Alfred inspiziert in der Hall of Trophies ein sonderbares Messer und fragt nach der Herkunft. Batman deutet an, dass sich dahinter ein Fall verbirgt, den Robin allein gelöst hat. Dann erzählt Robin die Story.

Dick erwischt einmal drei Jungs bei einem Einbruch, als sie gerade Pelze stehlen wollen. Nach kurzem Kampf liefert er die drei bei der Polizei ab. Dort erfährt er, dass sie gerade aus einer Besserungsanstalt kommen, der Boyville Reform School. Wirkt eher wie eine Schule für Kriminelle, sagt sich Robin – und er soll Recht behalten. Zuerst schaut er sich dort als Robin um, dann geht er mit dem Segen von Commissioner Gordon undercover.

Verbrechen zahlt sich nicht aus

Als Dynamite Denny verschafft er sich bei den Mitschülern zunächst mit der Faust Respekt. Dann wird der Mechaniker Joe Beasley auf ihn aufmerksam. Der bringt den Jungs nachts im Keller bei, wie man in Häuser einbricht. Dick spielt mit, beweist Talent, doch als er bei seiner ersten Aktion mit zwei Gaunern Musikinstrumente stehlen soll, wechselt er die Klamotten und vereitelt den Plan als Robin – fast buchstäblich mit Pauken und Trompeten.

Joe ist nicht erfreut. Am nächsten Tag trichtert er den Kindern ein, dass Gauner wie Millionäre leben: Sie brauchten nicht zu arbeiten oder früh aufzustehen und sie kriegten alles für lau. Dick widerspricht, da holt Joe mit dem Messer nach ihm aus. Zwei Hiebe strecken Joe nieder. Dick zerreißt seinen Pullover und offenbart sich den anderen als Robin – unnötig, aber unser Wunderknabe ist eben eitel. Als Joe ihn erschießen will, lässt Robin eine Lampe auf ihn fallen.

Nein, Verbrechen zahlt sich nicht aus, sagt er seinen Kumpels. Wenn es das täte, wären sie nicht in der Besserungsanstalt und die Gefängnisse wären leer. Selbst wenn einer 50-mal davonkommt, verliert er alles auf einmal, wenn er einmal geschnappt wird. – Das überzeugt die Jungs, ein neues Leben anzufangen. Tatsächlich ist später aus allen etwas geworden, bestätigt Batman am Ende. Doch zu sehen ist nur sein Schatten. Batman spricht aus dem Off. Diese Bühne gehört ganz Dick Grayson.

Damit beginnt eine fünfjährige Solokarriere, die Robin in jeder weiteren Ausgabe von Star Spangled Comics bis zur letzten (130) verfolgen darf. Das Dickens’sche Motiv der Verbrecherschule für Kinder kehrt im Zusammenhang mit Robin in den 80ern wieder, bei Jason Todd in Second Chances.

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