Superboy und der Fliegende Fuchs

Superboy: "The Origin of the Superman-Batman Team!"

DC Comics

Titel: Superboy: The Origin of the Superman-Batman Team! (dt. Wie Superman und Batman sich erstmals trafen)

Autor/Zeichner: Jerry Coleman/George Papp

Erschienen: 1960 (Adventure Comics #275), dt. Ehapa 1967 (Superman und Batman 2)


Wie war das noch mal mit dem ersten Treffen von Batman und Superman? Historisch gesehen fand die 1952 auf einem Schiff statt (The Mightiest Team on Earth, Superman #76). Sechs Jahre später sah das ganz anders aus (The Origin of the Superman-Batman Team, World’s Finest #94). Und 1960 wurde dann eine dritte Version bekannt, in der sich die beiden noch früher, schon als Jugendliche trafen.

Clark Kent ist damals noch als Superboy in Smallville aktiv. Dank seines „Time-Telescope“ kann er sehen, wie er als Superman zusammen mit Batman gegen das Verbrechen kämpft – und er weiß, dass es Bruce Wayne ist. Ohne Grund ist Bruce Wayne plötzlich Clarks Klassenkamerad. Sein Vater, so heißt es, sei gerade nach Gotham gezogen. (Warum?) Bruce ist natürlich ein Streber, besonders gut in Chemie und in Sport. Lana Lang ist beeindruckt und schwärmt für ihn, auch er steht auf sie, aber weil er ein unsicherer Teenager ist, gibt er es nicht zu und lässt sich lieber die Maskensammlung ihres Vaters zeigen.

Bruce Wayne wird zum Flying Fox

Als plötzlich ein Bandit in Roboter-Rüstung die Mauer einer Bank durchbricht, schreitet Bruce zur Tat, da gibt ihm Lana ein Fuchskostüm mit, das ein Schamane getragen hat. Es heißt, es habe Zauberkräfte. Auch wenn Bruce den Humbug nicht glaubt, zieht er es an, um ihr den Gefallen zu tun. So schwingt sich der Fuchs zur Tat und haut den Roboterbanditen mit einem Tritt um. Sofort ist die Presse zur Stelle und tauft ihn den „Flying Fox“.

Superboy: "The Origin of the Superman-Batman Team!"

Bruce Wayne als Flying Fox (DC Comics)

Lana ist noch mehr beeindruckt. Bruce wittert seine Chance und fragt sie, ob sie mit ihm zum Ball gehen will. Da zeigt Lana einen Sinneswandel: Sie wollte lieber mit Superboy gehen, aber wenn Bruce ihr Superboys Geheimidentität verrät, will sie ihm eine Chance geben. Spätestens hier müsste Bruce ihr den Laufpass geben, aber der junge Heißsporn ist nun mal verliebt, also lässt er sich auf den faulen Deal ein.

Doch Bruce hat auch Geschmack gefunden an der Verbrechensbekämpfung. Als eine Schuhfabrik ausgeraubt wird und Superboy schon zur Stelle ist, kann auch der Flying Fox helfen, den Schaden zu begrenzen. Hinterher gibt Bruce Superboy ein Radio, damit sie miteinander in Kontakt bleiben können. Das sieht ein Gauner und sieht eine Gelegenheit. Denn er hat mit seiner Bande einen großen Kryptonitbrocken gefunden. Damit will er Superboy erledigen.

Bruce Wayne: zu jung für Superboys Geheimnis

Ehapa Verlag

Superboy hat davon gehört und statt Bruce Fahndungsfotos der drei Gauner zu zeigen, formt er drei riesige Gesichter aus Wachs, die er an einen Felsen klebt. Dass er den Verbrechern damit auch ein Denkmal setzt wie den Präsidenten am Mount Rushmore (vgl. Detective Comics #319, Batman #321), scheint ihn nicht zu kümmern. Die Gauner (es sind plötzlich vier) nehmen Bruce gefangen, klauen sein Radio, lassen ihn liegen. Um Superboy zu warnen, macht Bruce als den drei Wachsköpfen Riesenkerzen. Doch mit den Flammen lockt er seinen Kumpel nur ins Verderben, denn da warten bereits die Schurken: Superboy bekommt das Kryptonit zu spüren, aber mit vereinten Kräften können sie das Schlimmste verhindern und die Gauner schnappen.

Am Ende hat Bruce mit einer Stimmenanalyse herausgefunden, dass Clark Superboy ist. Aber weil er sich in einem Anfall falscher Demut als „zu jung“ empfindet, um die Bürde dieses Geheimnisses zu tragen, lässt er sich von Superboy hypnotisieren, sodass er das vergisst. Ach ja, Lana wird natürlich nichts verraten – „bros before hos“ und so …

Dann entdeckt Clark in einem Buch, dass eine bestimmt Fledermaus als „flying fox“ bezeichnet wird. Aber das will er Bruce ein anderes Mal erzählen.

>> World’s Finest-Comics


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4 Kommentare

  1. Die erste Batman-Geschichte wurde in Deutschland bereits 1954 gedruckt, in der „Buntes-Allerlei“-Heftreihe des Aller-Verlags: In der ersten Ausgabe des Jahres 1954 fand sich ein Nachdruck von „World’s Finest“ #66 (1953).

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