Man-Bat fliegt zum Nordpol

Titel: Darkest Night of the Man-Bat: Predation/Pursuit/Predemption

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996-1997 (Batman #536-538), Hardcover 2018 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones)


In der Final Night ist die Sonne erloschen. Die Welt friert in ewiger Nacht. (Nur der Mond scheint sonderbarerweise noch …) Das löst Kirk Langstroms niedere Instinkte aus, er verwandelt sich in Man-Bat und macht die Stadt unsicher. Er frisst Katzen und Fische, aber die Menschen sind es, die Angst vor ihm haben. Zurecht, denn Langstom hat in Monstergestalt sogar seine Frau Francine angegegriffen.

Batman nimmt die Fährte auf, um Langstrom zu helfen und ihn wieder zurückzuverwandeln, aber Man-Bat sträubt sich dagegen und flieht – zum Nordpol. Denn dort hat eine geheime Forschungseinrichtung, die neue Waffen testet, eine Strahlung ausgesendet, die Man-Bat angelockt hat. Eine andere Erklärung ist, dass Man-Bat als nachtaktives Wesen die Polarnacht aufsuchen wollte, aber das ergibt nur wenig Sinn, wenn auf der ganzen Welt die gleiche Finsternis herrscht.

Nun gut, Batman fliegt also hinterher. Man-Bat ist mittlerweile in einer Höhle zu einem Eiszapfen gefroren und wird von den Forschern gefunden. Als er obduziert werden soll, wacht er auf, wehrt sich und entkommt. Man-Bat hungert und sucht verzweifelt nach Nahrung. Er muss sich zusammenreißen, keine Menschen zu fressen, aber das Tier in ihm dominiert immer mehr. Jäger wollen ihn erschießen, aber Batman kann das verhindern, er heilt ihn und bringt ihn zurück.

Das Zweigespann von Doug Moench und Kelley Jones hat den Vorteil, dass der Zeichner die meist gewöhnlichen Geschichten eine ungewöhnliche Stimmung verleihen. Durch die vielen harten Schatten und den expressiven Zeichenstil wirkt ein Monster wie Man-Bat noch schauriger – und Batman, obwohl ein Held, steht ihm in nichts nach. Besonders anschaulich wird das auf den minimalistischen Covern.

Diesen Zeichnungen ist es zu verdanken, dass man Doug Moenchs pseudowissenschaftliches Geschwafel über elektromagnetische Felder, Nikola Tesla und das Tunguska-Ereignis erträgt, mit der er seine dünne Story unnötig aufbläst. Wahrscheinlich erinnert der Dreiteiler nicht von ungefähr an John Carpenters Horrorfilm „The Thing“, aber dann hätte man deutlich mehr aus der Idee machen können. So ist Man-Bat am Nordpol eine ziemlich weit hergeholte Idee, die nicht viel zu der Figur beiträgt, weil sie im ewigen Eis auch nichts zu suchen hat.

>> Liste der Man-Bat-Comics

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