Monat: Juli 2016

Wie viele Menschen hat Batman getötet?

Batman tötet nicht. Ein eiserner Grundsatz. Aber das war nicht immer so. Weder in den Comics noch in den Filmen. Eine Antwort auf die Frage, die sich manch einer schon gestellt haben mag, geben diese beiden Videos, dessen Macher sich an dem makaberen Hobby des Body Count bzw. Kill Count einen Narren gefressen haben: Wie viele Menschen tötet Batman in den Kinofilmen? In dem ersten Video, das die Tötungsszenen aus allen Batman-Filmen von 1966 bis 2012 zusammenfasst, zählen sie 45 Tote. Im zweiten Video, das allein Batman v Superman behandelt, kommen sie auf 21 Tote – also fast die Hälfte der bisherigen Filme. Eine fragwürdige Bilanz für einen Superhelden, dessen einzige Regel im Comic schon lange ist, niemanden zu töten.

Natürlich kann man einwenden, dass nicht jedes dieser Film-Opfer auch zwangsläufig stirbt. Vielleicht landen sie auch bloß im Krankenhaus. Oder können nie mehr laufen. Oder liegen für immer im Koma. Oder werden zu Sozialfällen, die ihre Familie nicht ernähren können – was auch einem Philanthropen wie Bruce Wayne nicht gefallen dürfte. Das wäre natürlich schlimm genug. Auch wenn es böse Buben sind. Eine Batman-Behandlung wie diese möchte man eigentlich niemanden wünschen.

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Doppelt düster: Justice League Dark und der Dark Knight

Im Herbst soll der erste Justice League Dark-Animationsfilm erscheinen. Es handelt sich um ein Team von Außenseitern, die sich um übernatürliche, also magische Phänomene kümmern: Constantine, Swamp Thing, Zatanna, Deadman, Etrigan und Black Orchid. Mit dabei werden auch am Rande einige klassische Justice League-Mitglieder vorkommen, vor allem Batman. In diesem (noch nicht offiziell veröffentlichten) Video gibt es einen ersten Einblick in den Film und einige Erklärungen der Macher dazu. Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest.

Coverwahn #17

Fans serieller Formate wie Comics oder TV-Serien müssen sich in vor allem einer Tugend üben: Warten. Da werden ständig Neuigkeiten angekündigt, aber bis zur Veröffentlichung dauert es eine Weile, noch länger müssen Leser auf Übersetzungen warten. Ein besonders drastisches Beispiel ist die Mini-Serie Dark Knight III – The Master Race. Begonnen im November 2015 sollte sie eigentlich monatlich erscheinen, also mittlerweile beendet sein. Aber nix da: Ständig wurden die Erscheinungstermine verschoben, sodass wir erst bei Ausgabe fünf sind und Teil sechs wurde mittlerweile auf den 19. Oktober verlegt, Teil sieben auf den 28. Dezember. Dieses Jahr wird das Ding also nicht mehr zum Ende kommen. Über die Gründe ist nichts bekannt, außer dass Co-Autor Brian Azzarello getwittert hat, er und Frank Miller würden sich einige Pausen gönnen.

Letztendlich ist diese Praxis nichts als dreist, einen regelmäßigen Erscheinungsrhythmus anzukündigen und die Fans dann so hinzuhalten. (Zumal die Story die Warterei nicht wert ist.) Hier erzählt uns Zeichner Andy Kubert etwas über den Kreativprozess zu DK III #4:

Über ein Jahr warten auf acht Ausgaben? Zum Glück sind andere Kreativteams zuverlässiger. DC bringt seine Hauptserien (wie Batman und Detective Comics) seit Rebirth alle zwei Wochen heraus. Ein enormes Pensum, bei dem man nur hoffen kann, dass die Qualität nicht darunter leiden wird. Und dazu erscheint eine neue Serie: All-Star Batman (ab August), geschrieben von Star-Autor Scott Snyder, wird monatlich herauskommen.

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen muss man sich mit Vorschauen begnügen. Oder man bewundert schon mal die Cover. Hier eine Auswahl: Die ersten drei Titel von All-Star Batman, Teil sieben von DK III, drei prächtige Cover von Detective Comics und das von Batman #3.

Welches gefällt euch am besten? Oder habt ihr ganz andere Favoriten?

Batman-News von der San Diego Comic-Con 2016

Batman/TMNT Adventures (DC Comics)

Batman/TMNT Adventures (DC Comics)

Die San Diego Comic-Con 2016 ist vorbei. Zwar hat sie uns einige beeindruckende Trailer zu Justice League, Wonder Woman, The Lego Batman Movie und der neuen Justice League Action-Animations-Serie beschert. Allerdings ist an Comic-News zu Batman nicht viel Neues herausgekommen:

  • Batman/TMNT Adventures: Im November soll eine sechtsteilige Serie beginnen, die Batman und die Teenage Mutant Ninja Turtles erneut vereint. Nach der ersten Mini-Serie (die im August gebunden erscheint) soll es nun im Stil der Animated-Serie der 90er weitergehen.
  • Das Spiel Injustice 2 bekommt ein Comic-Prequel – und wieder wird es Tom Taylor schreiben. Wann es erscheint, steht aber noch nicht fest, allerdings vor dem Spiel im nächsten Jahr. Hier ein Video mit Wonder Woman, Gorilla Grodd und Blue Beetle:

  • Night of the Monster Men, das erste Batman-Crossover nach DC Rebirth und Batman Rebirth, soll eine Horror-Story darüber werden, wie Ängste zu Monstern werden. Außerdem soll darin einer der ältesten Batman-Schurken (aus den 30ern) auftauchen (Doctor Death?). Es beginnt am 21. September in Batman #7 und erstreckt sich über die Serien Nightwing und Detective Comics. Autor Steve Orlando erzählt in diesem Video ein bisschen mehr dazu:

  • I Am Suicide wird das Event nach Night of the Monster Men heißen. Darin wird Batman aus Arkham-Insassen seine eigene Suicide Squad zusammenstellen. Beginn ist im November in Batman #9. Autor Tom King hat diese Storyline als Mittelstück einer Trilogie von Events angekündigt. Das erste ist die derzeit laufende I Am Gotham-Story. (Mehr bei Comicvine.)
  • Außerdem wurde ein neuer Animationsfilm angekündigt: Batman and Harley Quinn soll nächsten Sommer erscheinen und eine neue Story von Bruce Timm sein, der mit Paul Dini in den 90ern Harley Quinn erfunden hat.

Erinnern wir uns an die Comic Con 2015: Da wurde ein neues Batman Black and White von Grant Morrison angekündigt. Und Earth One-Versionen von Flash und Aquaman. Von diesen Projekten haben wir seitdem nichts mehr gehört – und offenbar ist dazu auch nichts während der Con 2016 verlautbart worden. Schade.

Verloren in der Rückblende

DC Comics

DC Comics

Titel: Streets of Gotham Vol. 3 – The House of Hush (dt. Familiengeschichten)

Autor/Zeichner: Paul Dini/Dustin Nguyen

Erschienen: 2010-2011 (Streets of Gotham #12-14, 16-21), Paperback 2011; dt. Panini 2011 (Paperback, #14-21)


„You Waynes are hard to kill. I’ll say that much for you.“

Bruce Wayne ist zurück, Batman wird globalisiert – aber Moment mal, da ist noch eine Rechnung offen! Ja, stimmt: Was ist eigentlich mit Hush, der sich während der Streets of Gotham-Storyline als Bruce Wayne ausgegeben hat? Die Angelegenheit wird hier zu Ende gebracht. Aber allzu einfach macht es sich Autor Paul Dini damit nicht. Und deshalb wird der Abschluss seiner Story auch sehr schwerfällig.

Den Auftakt macht noch eine kurzweilige Episode um die Schurken The Carpenter und The Director (in der deutschen Ausgabe ausgespart), die eine Todesfalle für Batman aufbauen, um einen perversen Film damit zu drehen. Leichtes Spiel für Bats. Dann kommt der Hush-Teil. Aber statt einfach zu erzählen, wie der echte Bruce Wayne den falschen überführt oder ihn ausschaltet, greift Dini erstmal in tief in die Kiste der Vergangenheit, d.h. er macht ausgiebig vom Retcon-Trick Gebrauch, indem er die (überstrapazierte) Familiengeschichte von Thomas Elliot und Bruce Wayne ausschmückt. So wird den Eltern der beiden eine Affäre mit italienischen Mafiosi angedichtet, neue Nebenfiguren werden eingeführt werden, außerdem hat der Joker einen Gastauftritt. Das Problem daran: Es gibt so viele Rückblenden, dass die eigentliche Story daran erstickt. Man muss sagen: Die eigentliche Story spielt in ferner Vergangenheit. (Damit wird der deutsche Titel sehr passend: es geht um Familiengeschichten.)

Wanzen im Bett

Dadurch verliert sich jede Spannung, die für die Gegenwart hätte aufkommen können. Hush versucht zunächst, die Killerin Jane Doe aus Arkham freizulassen, die kommt schließlich ganz von selbst frei. Dann versucht ein alter Mafiosi, den falschen Bruce Wayne kaltzumachen, weil er sich an dessen Familie rächen will. (Seltsame Logik: Wenn du nicht mehr die Eltern töten kannst, töte den Sohn.) Nachdem Hush ihn überzeugt hat, dass er den falschen hat, verbünden sich die beiden, um den Wayne Tower zu vergasen. Dabei soll Doctor Death helfen. Doch das Finale endet abrupt: Jane Doe schneidet Hush sein Gesicht ab und als sie ihn töten will, greift Batman ein.

Zwischendurch wird noch eine völlig zusammenhanglose Handlung um einen neuen Schurken eingeführt: Bedbug, der mittels Bettwanzen Menschen zum Diebstahl anstiftet. Ziemlich ekelhaft, aber sinnlos. Die Sache verpufft so schnell und unvermittelt wie sie angefangen hat. Ein offenes Ende bleibt.

Insgesamt ist The House of Hush ein enttäuschender Abschluss einer eigentlich soliden Serie, die den Fokus nicht auf Batman, sondern auf die Schurken und andere Gotham-Bewohner gelegt hat. Das Finale wirkt überzogen lang und ohne klaren Fokus. Altmeister Paul Dini (The Animated Series) hat das schon mal besser hingekriegt. Mit Mad Love, oder zuletzt mit Dark Night – A True Batman Story.

Zum Schluss ein wenig Musik über das Schwelgen in Erinnerungen (man beachte das Label):

The Lego Batman Movie: Von Reggae Man zu Robin

Und noch ein Trailer von der San Diego Comic-Con: The Lego Batman Movie. Wir erfahren, dass Batman einen ungesunden Lebensstil als Einsiedler pflegt, wie Robin zu seinem Kostüm kommt (genial: Reggae-Man) und was sein geheimes Passwort für die Bathöhle ist. Und wir lernen, dass nicht Batman in Bruce Waynes Keller wohnt, sondern Bruce Wayne auf Batmans Dachboden.

Ach ja, und noch eine Lehre: „Life doesn’t give you seat belts!“

Nach diesen zweieinhalb Minuten voller witziger Einfälle ist klar: Dieser Film verspricht, ein Riesenspaß zu werden. Im Februar 2017 soll er in die Kinos kommen. (Am 15. Juni kommt Wonder Woman, am 17. November Justice League.)

Justice League & Wonder Woman: Erste Trailer!

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Justice League (Warner Bros.)

Wow. Warner hat auf der San Diego Comic-Con den DC-Fans zwei wunderbare Geschenke gemacht: Ein Trailer zu Justice League und einer zu Wonder Woman. Der erste Eindruck: Fantastisch! Batman bringt die Band zusammen: Aquaman gabelt er in einer Fischerspelunke auf, ein (vielleicht etwas zu) spleeniger Flash (Barry Allen) wird gleich mal mit dem Batarang auf seine Reflexe getestet und Cyborg … naja, der wirkt zu sehr CGI. Sonst aber kommen die ersten Szenen sehr sympathisch rüber, was allerdings auch dem coolen White Stripes-Song „Icky Thump“ geschuldet sein dürfte, der dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit verleiht – im Gegensatz zu dem bleiernen Batman v Superman. Apropos: Vom Stählernen ist hier nichts zu sehen. Aber in diesen Bildern steckt genug Potenzial für einen unterhaltsamen Film.

Während Regisseur Zack Snyder aber noch Gunst und Vertrauen der Fans zurückgewinnen muss, etabliert sich Wonder Woman als die Hoffnungsträgerin des nächsten Jahres. Schon ihr erster Auftritt gehörte zu den Glanzpunkten von Batman v Superman. Im Trailer wird der Eindruck bestätigt, dass die Amazone endlich einen würdigen Solo-Film bekommt. Die Kämpfe sind jedenfalls atemberaubend und das Erste-Weltkriegs-Szenario verleiht dem Film einen frischen Ansatz im Superheldengenre, der an Captain America erinnert. Wonder Woman kommt am 15. Juni in die Kinos, Justice League am 17. November.

Ach ja, und wen es interessiert: Hier ist noch ein Suicide Squad-Trailer, in dem im Wesentlichen Bekanntes neu zusammengeschnipselt wurde:

Neue Zeichentrickserie: Justice League Action

Neues von der San Diego Comic-Con (SDCC) 2016:

Batman kommt wieder gezeichnet ins Fernsehen – und er ist nicht allein: Justice League Action, wird die Serie heißen. Mit dabei sein werden Superman, Wonder Woman, Booster Gold, Firestorm und noch zig weitere Helden. Klassische Schurken wie Lex Luthor, Joker und Mongul werden zu den Gegnern gehören. Als Sprecher wurden unter anderem Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Joker) verpflichtet, die schon bei Batman The Animated Series dabei waren. Die Serie wird, wie das im gleichen Stil gezeichnete Teen Titans Go, bei Cartoon Network laufen. Ein Starttermin steht noch nicht fest.

DC Comics

DC Comics

Nachtrag am 23. Juli: Hier noch ein Video zu den Hintergründen.

Vorschau auf All-Star Batman

Am 10. August startet Scott Snyders neue Serie: All-Star Batman. Zusammen mit Zeichner John Romita Jr. erzählt er darin von einem Road Trip von Batman und Two-Face, bei dem hinter dem Held eine Reihe von Attentäter und Kopfgeldjäger her ist. „Handcuffed together on the road to hell, this is Batman and Two-Face as you’ve never seen them before!“, heißt es in der Beschreibung von DC. Was die Macher dazu sagen, kann man in diesem Video hören, das auch einige Seiten und Cover aus dem Comic zeigt. Einige Panels waren bereits bei Twitter zu sehen (@DannyMiki_, @Ssnyder1835). Es verspricht, ein knallbuntes Vergnügen zu werden. Bisher war auf Scott Snyder Verlass.

All-Star Batman #1 wird 40 Seiten umfassen und 4,99 US-Dollar kosten. Die erste Storyline wird fünf Ausgaben lang sein.

Scott Snyder war von 2011 bis 2016 Autor der Batman-Comic-Serie, bei der er zusammen mit Zeichner Greg Capullo viele Fans gewann (zuletzt Superheavy). John Romita Jr. hat zuletzt Dark Knight Returns: The Last Crusade für DC gezeichnet.

The Killing Joke: Preview in deutschen Kinos

Joker im Kino

Joker im Kino

Bevor die Filmadaption von Batman: The Killing Joke auf DVD und Blu-ray erscheint (4. August 2016), wird es nur am 29. Juli Previews in einigen deutschen Kinos geben. Welche Kinos in welchen Städten dabei sind, kann man auf der Facebook-Seite des Events oder bei Cinemaxx sehen. In Frankfurt am Main werden sowohl die deutsche als auch die englische Originalversion gezeigt.

Der Comic The Killing Joke (1988), geschrieben von Alan Moore und gezeichnet von Brian Bolland, ist ein Batman-Klassiker. Erzählt wird darin die Entstehungsgeschichte des Jokers und wie der Schurke Barbara Gordon (alias Batgirl) anschießt und ihren Vater, den Commissioner James Gordon, in den Wahnsinn zu treiben versucht. In der Originalfassung der Zeichentrick-Adaption sprechen die Hauptrollen Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Joker), beides Veteranen der Animated Series aus den 90er Jahren. Das Drehbuch stammt von Brian Azzarello (Broken City, Flashpoint, Batman Europa, Dark Knight III). Weltpremiere feiert der Film am 22. Juli bei der San Diego Comic-Con.