Monat: Juli 2015

Der blutige Pfad der Götter

Warner Bros.

Warner Bros.

Titel: Justice League Gods and Monsters

Drehbuch: Alan Burnett, Bruce Timm

Erschienen: 2015 (Direct-to-Video)


„Technically we’re not the police.“ (Batman)

Es beginnt mit einem Fingertippen, aber er hat das Ausmaß einer Vergewaltigung: Kurz vor der Zerstörung Kryptons, bevor Jor-El seine DNA mit der seiner Frau verschmelzen kann, kommt General Zod dazwischen, der Mann, der für die Katastrophe verantwortlich ist, und schickt sein Erbgut auf die Reise zur Erde. Jahre später wird daraus ein anderer Superman: mit Bart und Ledermantel, überheblich und ohne Skrupel vor dem Leben. Zusammen mit dem Vampir Batman und Wonder Woman (Bekka von den New Gods) bildet er eine alternative, düstere Justice League. Die drei operieren als Eingreiftruppe, die über Leichen geht. Deshalb wird sie von den Menschen kritisiert und gefürchtet. Es stellt sich die Frage, ob sie Segen oder Fluch, Rettung oder Bedrohung sind.

Mit dieser radikalen Neukonzeption ist Justice League: Gods and Monsters ein ambitionierter, weil ernsthafter Animationsfilm mit zwiespältigen Charakteren. Schnell wird klar, dass hier trotz des Zeichentrickstils keine Gutenachtgeschichte für Kinder erzählt wird. Diese Helden metzeln und stechen ab, beißen und saugen Blut, verbrennen ihre Opfer bei lebendigem Leib. Moral ist ihnen ebenso egal wie der Hass der Leute. Doch dann tauchen plötzlich drei Roboter auf, die Wissenschaftler wie Ray Palmer, Victor Fries und Silas Stone töten und es so aussehen lassen, als wäre die Justice League dafür verantwortlich. Als auch Lex Luthor ermordet wird, wendet sich die Regierung der USA gegen ihre Helden …

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Dem Katzenweib geht’s an den Leib

Titel: Catwoman – Guardian of Gotham (dt. Catwoman – Die dunkle Ritterin)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Jim Balent

Erschienen: 1999 (Mini-Serie #1-2), dt. Dino Verlag 2000 (Batman Sonderband 7)


„… ich kriege immer meinen Mann.“ (Catwoman)

Was wäre, wenn Catwoman die Beschützerin von Gotham wäre und Batman ihr Erzfeind? Dann wäre wohl alles mehr oder weniger so wie sonst auch im Batman-Universum, nur eben andersrum. Aber vor allem wäre alles um einiges mehr sexy und voller Katzen. So könnte man die Antwort zusammenfassen, die Doug Moench und Jim Balent für dieses Elseworlds-Szenario gefunden haben.

Selina Kyle kämpft gegen den Joker, Killer Croc und Two-Face, bis ein gewisser Batman auftaucht und alle Schurken mit seinen überdimensionierten Batarangs umlegt. Warum? Weil er’s kann. Und weil er böse ist. Abgrundtief böse. Und damit daran auch kein Zweifel besteht, sind selbst seine Fledermausohren gezackt und seine Augen rot. Als er entdeckt, dass Selina Kyle Catwoman ist, entwirft er einen teuflischen Plan: Er verführt Selina als Bruce Wayne, um sie später zu ermorden und zu beerben. Gesagt, getan. Schon nach ein paar Tagen heiratet Selina Bruce Wayne – obwohl er ihr nicht einmal verraten will, was er eigentlich nachts treibt. Und sie schöpft auch keinen Verdacht. So nimmt der Unfug seinen Lauf. Bis hin zu solchen Sätzen wie: „Er ist wahnsinnig … hat den eigenen Handschuh abgeschnitten, damit ich in den Tod stürze …“

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Herzergreifend

DC Comics

DC Comics

Titel: Gotham After Midnight (dt. Mitternacht in Gotham)

Autor/Zeichner: Steve Niles/Kelley Jones

Erschienen: 2008-2009 (Mini-Serie #1-12; Paperback 2009), dt. Panini 2008-2009 (DC Premium)


„Gotham City after dark is a dangerous place. Gotham City after midnight is hell on earth.“

„It’s nothing to take a life and everything to save one, Jim.“

Ein neuer Serienmörder versetzt in Gotham in Angst: Midnight, ein Maskierter mit Zylinder und Totenkopfgesicht, reißt Straftätern bei lebendigem Leibe das Herz heraus. Auch andere Schurken wie Scarecrow, Man-Bat, Killer Croc, Joker, Clayface, Catwoman und ein gewisser Axe-Man sind involviert, allerdings auf ungewohnte Weise und unfreiwillig beeinflusst. Batman blickt nicht durch, was es mit Midnight auf sich hat, der ihm stets einen Schritt voraus ist. Parallel dazu verliert Bruce Wayne sein Herz (im übertragenen Sinn) an die Polizistin Detective April Clarkson, eine idealistische Verbrechensbekämpferin, die ebenfalls ihren Vater durch einen Mord verloren hat.

Das Grundprinzip der Story erinnert stark an die beiden Klassiker The Long Halloween und Dark Victory: Auch in Gotham After Midnight wird ein Serienmörder mit einer besonderen Masche gesucht, während einmal die Rogue’s Gallery abgeklappert wird, auch hier finden Schlüsselereignisse an Feiertagen wie Halloween, Weihnachten, Silvester oder Valentinstag statt. Und trotzdem wird genug Neues geboten, was den Kenner bei Laune hält: Da ist zum einen der Hauptschurke, der im Gegensatz zu den anderen genannten Geschichten, in Erscheinung tritt und dabei eine schön theatralisch-düstere Figur abgibt. Da gibt es einen Kampf zwischen einem Riesen-Clayface und einem Batman-Roboter, bei dem ein paar Häuser zerstört werden. Der eigentliche Höhepunkt ist eine herrlich absurde Halloween-Szene, bei der Batman einfach so die Straße entlangflaniert, weil er unter allen Verkleideten nicht auffällt. Dass er dabei auch einen alten Bekannten wiedertrifft, zeugt von einer genialen Selbstironie.

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Fascho

DC Comics

DC Comics

Titel: The Tyrant

Autor/Zeichner: Alan Grant/Tom Raney, Joe Staton

Erschienen: 1994 (Shadow of the Bat Annual #2)


„Funny how we start off with such good intentions, yet somehow end up mired in terror and fear.“ (Batman)

Dass der Weg zur Hölle bekanntlich mit guten Vorsätzen gepflastert ist, kann man in dieser Geschichte sehen: Seit Batman vor zwei Jahren vom Joker öffentlich demaskiert wurde, wurde der Vigilant zum Volkshelden und stieg zum Herrscher von Gotham empor. Batman bei Nacht, Bruce Wayne bei Tag – eine Schreckensherrschaft, deren oberstes Ziel die Verbrechensbekämpfung ist. Denn zusammen mit Doktor Jonathan Crane (hier einmal nicht Scarecrow) hält der Tyrann die Verbrechensrate gering, indem er das Trinkwasser mit Drogen versetzt. Als die beiden daraufhin planen, die Stadt mit einer noch stärkeren Substanz zu vergasen, die alle Menschen mit „kriminellen Tendenzen“ außer Gefecht setzt, regt sich Widerstand: Die klassischen Batman-Schurken planen ein Attentat auf Batman – angeführt vom jugendlichen Revoluzzer Anarky.

Es ist schade, dass The Tyrant keine aufwendigere Aufmachung oder mehr Seiten bekommen hat, denn das Elseworlds-Setting, das Alan Grant entwirft, wäre es wert gewesen, weiter ausgebreitet zu werden. Dass Batmans Kreuzzug in letzter Konsequenz Faschismus bedeutet, ist eine kühne Vision, die hier sehr einnehmend inszeniert wird. Batman ist zwar ein autoritärer Herrscher, aber auch ein Zweifler, der sich nach den richtigen Methoden fragt und schockiert ist, als er von James Gordon als Faschist beschimpft wird. Da ist es folgerichtig, die Story als Tragödie enden zu lassen. Leider aber kommt das eigentliche Finale überstürzt, hier hätte man sich mehr Platz für Dramaturgie gewünscht. So bleibt The Tyrant zwar ein herausragendes Was-wäre-wenn-Szenario, aber ein viel zu kurzes.

Eine ähnliche, aber nicht ganz so gelungene Dystopie entwirft I, Joker. Wen der politische Aspekt besonders interessiert, sollte die Anarky-Storys lesen. In Frank Millers All-Star Batman wird der Held erneut zum faschistoiden Tyrannen.

Die Leiden des jungen Wayne

DC Comics

DC Comics

Titel: Legends of the Dark Knight Vol. 4

Autor/Zeichner: diverse

Erschienen: 2014 (Legends of the Dark Knight 100-Page Super Spectacular #2-4, Paperback 2015)


„Should have taken that position with that nice Cobblepot family.“ (Alfred Pennyworth)

Es ist ein Running Gag, der eigentlich nicht mehr witzig ist, aber immer noch zum Batman-Mythos dazugehört: Während James Gordon noch spricht, haut Batman einfach ab – einfach so, ohne ein Wort und ohne Spuren. Manchmal sagt Gordon dann: „Wie macht er das bloß?“ oder „I Hate It When He Does That“, so der Titel der ersten Story aus dem vierten Legends-Band. Hier fragt Gordon: „Where did he learn that?“ Und daraufhin erfahren wir die Vorgeschichte. Ein junger Bruce ist mit Alfred in Thailand unterwegs, wo er einer jungen Einheimischen begegnet. Sie wird vom örtlichen Regime verfolgt, weil ihr Vater ein Aufständischer ist. Nachdem er ihr zum ersten Mal begegnet und sie ihn – im Nichts verschwindend – stehen lässt, verliebt er sich in sie und jagt ihr nach. Am Ende verrät sie zwar ihm das Geheimnis, aber leider nicht den Lesern …

Dies ist nicht die einzige Anekdote aus Batmans Jugend im vierten Band der Legends. Es gibt auch eine in der Mitte und am Ende. Die letzte Story – The Echo of Pearls – verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Sie erzählt die Entstehung von Batman aus der Sicht der Höhle. Der Sturz des jungen Bruce hinein wird als der erste Einfall von Licht in die Finsternis beschrieben (Achtung: Symbol!), später sucht der Junge in der Höhle Trost nach dem Elternmord, schließlich – nach langer Abwesenheit – schickt ihm die Höhle eines ihrer Kinder nach Bruce aus, nämlich die Fledermaus, die durch sein Fenster kracht und ihn auf die Idee für Batman bringt. Damit dürfte das letzte Rätsel um Batman geklärt sein. Zum Schluss beschreibt die Höhle Batman als ihren Jungen, der bloß spielt und sein Hauptquartier mit Spielzeug vollstellt – eine wunderbare Wendung zwischen Selbstironie und Psychoanalyse.

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Pantheon und Pandämonium

Titel: Justice League: Gods and Monsters – Genesis

Autor/Zeichner: J.M. DeMatteis, Bruce Timm/Thony Silas

Erschienen: 2015 (Mini-Serie #1-9, digital)


„Monsters aren’t born, they’re made.“

„They’re a disease. And, God help us … we need to find a cure.“

Seit Superman, Batman und Wonder Woman aufgetaucht sind, hat sich die Welt verändert: Skrupellose Übermenschen, die selbstgerecht gegen Kriminelle vorgehen und die mit ihren Blicken einäschern oder ihr Blut trinken – die Menschheit ist verunsichert. In dieser Zeit verkündet der Wissenschaftler Jackson Alpert einen Durchbruch: er hat es in seiner Schweizer Forschungsstation geschafft, aus Menschen zu Übermenschen zu machen: die Forever People. Sein Ziel ist es, die ganze Welt von Krankheit, Tod und Leid zu befreien, leider zu einem hohen Preis. Und dabei versucht er, die drei Superhelden für sich zu gewinnen.

Erst sind sie skeptisch, doch dann entdeckt jeder einen anderen Reiz für sich: Wonder Woman (Bekka) sieht eine Chance für den Weltfrieden. Batman (Kirk Langstrom) will seinen Vampirismus loswerden. Bei Superman (Hernan) kratzen die Übermenschen am Ego: er kann sich nicht mehr als das mächtigste Wesen auf der Welt fühlen. Also unterzieht er sich einer Prozedur, um seine Kräfte noch zu steigern. Doch dadurch wird vieles nur noch schlimmer. Im weiteren Verlauf gibt es nicht nur eine ganze Armee von Supermenschen, die untereinander Krieg führen, sondern auch Alpert wird schließlich zu einem scheinbar unbesiegbaren Über-Gegner.

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Inkarnation des Wahnsinns

Batman: Nosferatu

DC Comics

Titel: Batman: Nosferatu

Autor/Zeichner: Randy & Jean-Marc Lofficier/Ted McKeever

Erschienen: 1999 (One-Shot)


 „I am — the Nosferatu! I am madness incarnate!“

Batman und Vampire – das ist eine Verbindung, die sich geradezu aufdrängt. Nicht nur, wegen der Nähe zu Fledermäusen, sondern auch weil der Held seine Entstehung unter anderem Bela Lugosis Dracula verdankt. Aber was wäre naheliegender, als noch einen Schritt zurück zum Ursprung des Vampir-Mythos zu gehen? Batman als Nosferatu klingt erst mal sehr vielversprechend.

Angelegt ist die Geschichte als Sequel zu Superman’s Metropolis, das ebenfalls an einen Stummfilm der 20er angelehnt ist. Die Handlung spielt in der utopischen Stadt, nachdem sie Superman vom Schurken Lutor befreit hat. Doch anders als der Titel Nosferatu verspricht, hat die Story nicht viel mit dem Film zu tun, sondern erscheint zunächst als Verschnitt von Das Cabinet des Doktor Caligari, allerdings ist es hier ein gewisser Doktor Arkham mit seiner Irrenanstalt. Statt eines Somnambulen führt er den Laughing Man vor, eine Art Joker, der Tod weissagt und selbst dafür sorgt, dass seine Prophezeiungen in Erfüllung gehen. So sterben Gord-Son und Gray-Son durch brutale Morde eines Irren mit langen Klauen. Und weil Superman gerade mit seinem Einsatz für das Proletariat beschäftigt ist, muss eben Bruss Wayne-Son (was sind das eigentlich für bescheuerte Namen?) für Gerechtigkeit sorgen – in Gestalt des Nosferatu, einer selbsternannten Inkarnation des Wahnsinns. Am Ende kommt es sogar zum Gipfeltreffen und Kampf mit Superman …

Wie schon Superman’s Metropolis profitiert auch die Fortsetzung von dem expressionistischen Malereien Ted McKeevers. Mit groben Strichen, abstrakten Darstellungen und verzerrten Schemen inszeniert er ein wunderbar schauriges, abgründiges und von Wahnsinn geprägtes Szenario. Der Nosferatu erscheint genauso schrecklich wie Caligari und der Laughing Man – und er schreckt auch vor Brutalität nicht zurück. Leider ist die Geschichte ebenso dröge geschrieben wie der erste Teil. Hölzerne Dialoge und eine pathetische Erzählstimme machen das Buch nicht gerade zu einem Lesevergnügen. Die etwas dünne Story ist wegen des Horror-Faktors aber allemal spannender als der lahme Metropolis-Neuaufguss. Gleiches gilt nämlich auch für die Vorlagen. Im Gegensatz zum Film Metropolis kann man Caligari und Nosferatu wiederholt anschauen – und zwar mit Genuss.

Held des Proletariats

DC Comics

DC Comics

Titel: Superman’s Metropolis

Autor/Zeichner: R.J.M. Lofficier, Roy Thomas/Ted McKeever

Erschienen: 1996 (One-shot)


„Between the brain that plans and the hands that build there must be a mediator – a Super-Man!“

Die Idee liegt so nahe, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man sie realisierte: Superman in Fritz Langs Metropolis. Und was anderes soll er darin sein, als der Held der unterdrückten Arbeiter? Wie erwartet, kommt es auch. Die Geschichte entspricht in der ersten Hälfte ziemlich genau der Vorlage, dann entdeckt der Held seine wahre, außerirdische Herkunft und kämpft gegen den weiblichen Roboter, der die Arbeiter aufhetzt, sowie den verrückten Wissenschaftler Lutor (!), der die Arbeiter vernichten will.

Leider wird hier deutlich, dass Metropolis eine ziemlich lahme Handlung hat, die mit noch lahmeren, voll Pathos triefenden Dialogen und einer banal-idealistischen Botschaft durchsetzt ist. Daran kränkelt auch das Comic. Statt sich eine neue, zeitgemäßere Geschichte im gleichen Setting zu überlegen, halten sich die Autoren sklavisch an die Vorlage, wodurch das Buch am wohlwollendsten noch als gut gemeinte Hommage an den Stummfilm durchgehen kann. So wie dieser lebt auch Superman’s Metropolis von seinen Schauwerten: Beeindruckend sind hier nur die expressionistischen Malereien, besonders gelungen in der Figur des bösen Lutor, der dank der Abstraktheit der Darstellung noch finsterer erscheint.

Die Geschichte dient als Auftakt zu einer Trilogie, die als Hommage an das frühe, expressionistische deutsche Kino angelegt ist. Teil 2, Batman: Nosferatu, adaptiert den Vampirfilm von 1922 und vor allem Das Cabinet des Dr. Caligari, Teil 3, Wonder Woman: The Blue Amazon, adaptiert Der Blaue Engel.

Zurück zum Wesentlichen

DC Comics

DC Comics

Titel: Legends of the Dark Knight Vol. 3

Autor/Zeichner: diverse

Erschienen: 2013-2014 (Legends of the Dark Knight #11-13, Legends of the Dark Knight 100-Page Super Spectacular #1)


„If this is the best you can do … m-maybe it’s time you hung up that stupid costume and retired.“

„If there is a god … I think he abandoned Gotham a long time ago.“ (Batman)

„We don’t have choices. We’re slaves to our natures.“ (Two Face)

Da gibt es den schwer gepanzerten Bat-Suit, eher ein Kampfanzug als ein Kostüm, den Bat-Wing-Gleiter mit dem Bat Disruptor-Kraftfeld, das Kugeln ablenkt, die Netze, mit denen Schurken im freien Fall an Wände geheftet werden können, den Bat Tracer zum Aufspüren von Flüchtigen, und die computergesteuerten Bat Discs, die Wurfgeschosse, die ihr Ziel verfolgen – fehlt eigentlich nur noch das Anti-Hai-Spray. Doch als all der technische Schnickschnack bei einem Einsatz gegen Ra’s al Ghul versagt und Batman zudem einsehen muss, dass ihn seine Hilfsmittel ein Vermögen kosten und seine Firma in den Ruin treiben, besinnt er sich auf die guten alten Tugenden der Handarbeit. Doch dabei zeigt sich, dass Batman aus der Form geraten ist …

Davon handelt Return of Batman, die stärkste Geschichte von Legends of the Dark Knight Vol. 3. Sie steht in gewisser Weise der Tendenz der vergangenen Jahre entgegen, dass der Held, der sich einst mit Seilen von Haus zu Haus schwang, immer mehr Iron Man gleicht – und dabei etwas von seinem ursprünglichen Reiz einbüßt. Wir sehen einen dekadent gewordenen Batman, der sich erst wieder an Batarangs und Nahkampf gewöhnen muss und dabei wie ein Anfänger den Arsch versohlt kriegt. Ein Opfer, das er bei der Rettung verletzt, legt ihm sogar nahe, in Rente zu gehen (siehe oben).

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The Joke Was On Me

Nachdem bei der San Diego Comic-Con die ersten Filmausschnitte aus Suicide Squad zu sehen waren und das Material sofort geleakt wurde, hat Warner Bros. den Teaser offiziell herausgebracht – und dabei gleich mitgeteilt, was der Konzern von solchen Leaks hält. Zu sehen sind drei Minuten bewegte Bilder, die nicht viel mehr über die Handlung verraten, als man sich hätte denken können: Die Suicide Squad ist eine Eingreiftruppe aus Superschurken – Harley Quinn, Killer Croc, Deadshot und so weiter.

Die Joker-Braut Harley Quinn in einem doppelten Käfig herumbaumeln zu sehen, erinnert an Hannibal Lecter. Und kaum hat man das gedacht, sieht man, wie Killer Croc in Zwangsjacke und Hockeymaske hereingefahren wird. Auch Batman wird kurz gezeigt – auf dem Auto des Jokers. Der Höhepunkt aber ist natürlich der Auftritt des Jokers am Ende: „I’m not gonna kill you“, sagt er zu einem Adressaten, der nicht zu sehen ist. „I’m just gonna hurt you really, really bad.“ Und weil im Hintergrund schon die Phrase „the joke was on me“ zu hören war und ein ähnlicher Satz schon im Batman v Superman-Trailer aufgetaucht ist, könnte das ein Hinweis sein, dass vielleicht Robin dran glauben muss. Damit wäre Suicide Squad ein Prequel. Vielleicht ist das aber auch nur eine falsche Fährte. Jared Leto macht jedenfalls eine gute Figur als sadistischer Marilyn-Manson-Verschnitt. Auf den ersten Blick. Für ein Urteil über seine Rolle ist es allerdings noch ein wenig zu früh.

Ich bin weiterhin skeptisch, ob ein Film über einen Haufen neuer Superschurken funktionieren kann.